Prototec: 3D-Druck Service und Dienstleistung

022 Formnext 2026 und 3D-Druck Messen: Wofür sich die Dienstreise noch lohnt

022 Formnext 2026 und 3D-Druck Messen: Wofür sich die Dienstreise noch lohnt

Jetzt auch auf Ihrem bevorzugten Streamingdienst hören

Jetzt abonnieren

↓ Artikel zur Folge lesen

#3DDruckWissen #3DDruck #Formnext2026

Wofür lohnt sich die Dienstreise zu 3D-Druck Messen und Events heute noch? Darüber spreche ich mit Johannes Lutz von 3D Industrie in unserem gemeinsamen Format Next Gen AM, aufgenommen kurz vor der Formnext 2026. Es geht um Veranstaltungen, die ihr Publikum nur noch mit einem klaren Fokus erreichen, wenn die Personaldecke dünn ist und jeder Tag außer Haus begründet werden muss. Dazu schauen wir auf den Desktop-Boom, auf die versteckten Kosten eigener Drucker und darauf, warum die Branche jetzt an ihren Ergebnissen gemessen wird.

Takeaways

  • Events ohne klaren Fokus verlieren ihr Publikum. Niemand fährt mit Anreise und Hotel für einen einzigen relevanten Vortrag los, deshalb müssen fünf oder sechs Beiträge zum eigenen Thema passen.
  • Ein Desktop-Drucker verbraucht vielleicht 15 Euro Filament pro Woche. Die Zeit des Entwicklungsingenieurs für Slicen, Wartung und Nacharbeit taucht dagegen in kaum einer Kalkulation auf.
  • Die großen Innovationssprünge sind vorbei. Jetzt zählen Effizienz und messbare Ergebnisse, und die meisten Anwender wissen noch gar nicht, ob ihr 3D-Druck wirtschaftlich läuft.

Chapters

  • 00:00 Begrüßung und Funkstille vor der Formnext
  • 01:41 Nach dem Hype: Effizienzsprünge statt Innovationssprünge
  • 03:48 Die Formnext in Zahlen: Fläche, Besucher und Internationalität
  • 05:23 Warum man auf der Formnext noch wirklich etwas sieht
  • 07:08 Der Desktop-Boom und der Anteil aus China
  • 08:49 Filament, TPU und die Automatisierung von Desktop-Druckern
  • 10:02 FDM als erster Serientreiber und der Push-Effekt
  • 11:30 Sinkende Preise bei SLS-Materialien
  • 12:58 Umfrage unter Bambu-Lab-Nutzern: Kaum jemand misst Kennzahlen
  • 14:47 Versteckte Kosten, wenn der Ingenieur die Drucker betreut
  • 16:23 Insourcing, Outsourcing und die Make-or-Buy-Frage
  • 17:50 Die Rapid.Tech kommt zurück
  • 18:22 Warum jede Dienstreise heute begründet werden muss
  • 20:13 Kein Fokus, kein Publikum
  • 20:42 Zu viel Forschung, zu wenig Praxis
  • 21:41 Was Events in Zukunft anders machen müssen
  • 22:23 Die Botschaft nach außen muss stimmen
  • 24:24 Forschung, Zielpublikum und ein echter Neustart
  • 26:18 AM Forum Berlin: 900 Euro für einen Vortrag
  • 28:05 Ein Thema pro Event statt der ganzen Breite
  • 30:30 Generationswechsel in der Branche
  • 33:14 Ehrlichkeit statt Versprechungen in Marketing und Vertrieb
  • 34:59 Events müssen wieder Lust auf Themen machen
  • 35:54 Der Weg vom Prototyp in die Serie
  • 37:47 Ausblick: KI und generative Konstruktion
  • 39:01 Tipps für die Formnext und wo ihr uns trefft

FAQ

  • Lohnt sich der Besuch der Formnext 2026, wenn es kaum Neuheiten gibt? Ja, denn viele Technologien der letzten Jahre müssen erst noch umgesetzt werden. Wer seine Termine und Hallen vorher plant, nimmt deutlich mehr mit.
  • Wann lohnt sich eine Dienstreise zu einem 3D-Druck Event? Wenn mehrere Vorträge und Gespräche zu deinem konkreten Thema passen. Für einen einzelnen relevanten Vortrag rechnen sich Anreise, Hotel und Ausfallzeit kaum.
  • Was kostet ein eigener Desktop-3D-Drucker wirklich? Das Material ist oft der kleinste Posten. Teuer wird die Arbeitszeit für Jobvorbereitung, Wartung, Fehldrucke und Nacharbeit, besonders wenn ein Entwicklungsingenieur sie nebenbei erledigt.

Link zur Webseite: https://prototec.de
LinkedIn Profil: https://de.linkedin.com/in/torsten-wolschendorf
Instagram: https://www.instagram.com/prototecattendorn/

Zum Weiterlesen

Mehr zu dieser Folge

Für einen einzigen guten Vortrag fährt heute kaum noch jemand los, und das verändert auch, wie du die Formnext planen solltest.

Formnext 2026 und 3D-Druck Messen: Wofür sich die Dienstreise noch lohnt

Die Personaldecke in vielen Betrieben ist dünn, und jeder Tag außer Haus muss heute gut begründet werden. Wer zu einer Messe oder einem Event fahren will, braucht deshalb mehr als die Hoffnung, dass es irgendetwas Neues zu sehen gibt. Die Frage, die Johannes Lutz und ich uns in dieser Folge gestellt haben, lautet deshalb: Wofür lohnt sich die Dienstreise zu 3D-Druck Messen und Events überhaupt noch?

Wir haben die Folge rund drei Wochen vor der Formnext 2026 aufgenommen, in unserem gemeinsamen Format Next Gen AM. Auffällig war schon beim Einstieg, wie ruhig es vor der Messe geworden ist. Die großen Ankündigungen, die sonst im Oktober durch die Newsletter laufen, sind in diesem Jahr ziemlich mau. Für mich ist das kein schlechtes Zeichen, aber es verändert, wie du eine Messe planen solltest.


Nach dem Hype zählen Effizienzsprünge

Ich glaube, dass die großen Innovationssprünge im 3D-Druck, also die, die man wirklich als Sprung erkennt, weitestgehend durch sind. Jetzt stabilisiert und optimiert die Branche, und die Technologien, die es gibt, müssen auf ein gewisses Niveau in Effizienz und Produktivität gebracht werden. Es geht um Feintuning und um Effizienz statt um Innovationssprünge, und diese Effizienzsprünge sind eben weniger sichtbar als eine völlig neue Technologie auf einem Messestand.

Johannes hat das auf seine Art zusammengefasst: Wer glaubt, dass es auf der Formnext immer etwas Neues gibt, soll trotzdem kommen. Das Alte ist noch lange nicht vorbei, denn vieles, was es in den letzten Jahren gab, muss in den Unternehmen erst noch umgesetzt werden.


Die Formnext 2026 in Zahlen

Die Formnext findet vom 17. bis 20. November 2026 in Frankfurt statt, diesmal in den Hallen 11.0, 12.0 und 12.1 sowie im Portalhaus. Im letzten Jahr waren es noch vier Hallenebenen. Johannes hat im Gespräch mit rund 25 Prozent weniger Fläche gerechnet, der Veranstalter geht nach eigenen Angaben aber davon aus, dass die Ausstellungsfläche durch das neue Hallenkonzept weitgehend gleich bleibt. Bei den Besuchern zeigt der Trend klar nach oben: 2024 kamen 34.404 Besucher, 2025 waren es schon 38.282.

Kennzahl Formnext 2025 Formnext 2026
Besucher 38.282 Johannes hofft auf über 40.000
Aussteller 804 Rund 800 erwartet
Hallen 11.0, 11.1, 12.0 und 12.1 11.0, 12.0 und 12.1
Fläche Rund 50.000 m² brutto Laut Veranstalter weitgehend unverändert
Internationaler Anteil 47 % der Besucher und 61 % der Aussteller Noch offen

Für mich ist die Formnext die beste Gelegenheit, wirklich mit Ausstellern und Maschinen in Kontakt zu kommen. Auf einer TCT in England oder in den USA bekommt selbst ein großer Hersteller oft nur zwei Tische mit einer Decke darüber, dahinter ein paar Banner und darauf ein paar Teile. Eine Maschine, die größer ist als ein Desktopdrucker, nimmt dort kaum jemand mit. Auf der Formnext dagegen siehst du noch etwas, und das ist Messe so, wie wir sie in Deutschland kennen.


Der Desktop-Boom und die Kosten, die keiner rechnet

Johannes hat sich die aktuellen Marktzahlen angeschaut. Laut dem Marktforschungsunternehmen CONTEXT kamen 2025 mehr als 90 Prozent der Einstiegsdrucker von chinesischen Herstellern, allen voran Bambu Lab, Creality und Elegoo. Das Einstiegssegment ist um 26 Prozent gewachsen, während die professionellen Drucker zwischen 2.500 und 20.000 US-Dollar deutlich verloren haben. Der Anteil ist also nicht verschwunden, er ist in den reinen Desktopbereich gewandert.

Mit mehr Druckern verarbeiten die Anwender natürlich auch mehr Filament. PLA ist nach wie vor der Haupttreiber, TPU legt aber zu, weil es sich auf den aktuellen Desktopdruckern deutlich einfacher verarbeiten lässt. Als eines der nächsten Themen gilt die Automatisierung von Desktopdruckern. Johannes sieht das kritisch: Bevor man einen Desktopdrucker zu Tode optimiert, sollte man lieber über einen Technologiewechsel ins Pulverbett nachdenken.

15 Euro Filament, aber wer bezahlt den Ingenieur?

Ich erwähne das immer wieder, weil es vielen Unternehmen nicht bewusst ist. Wer einfache Anschauungsmodelle druckt, verbraucht vielleicht ein Kilo Filament in der Woche und hat dafür rund 15 Euro Material ausgegeben. Vergessen wird dabei, wie lange die Leute daran arbeiten. Wenn ein Entwicklungsingenieur seine zwei FDM-Drucker selbst betreut, die Düsen wechselt, Reparaturen und Einstellarbeiten macht, Fehldrucke wiederholt, die Jobs im Slicer vorbereitet und auf der Bauplatte positioniert und hinterher den Support entfernt, dann taucht all diese Zeit bei den meisten Unternehmen in keiner Kalkulation auf.

Kostenblock Sichtbar in der Kalkulation? Was dahintersteckt
Filament Ja Rund 15 Euro pro Woche für ein Kilo günstiges Material
Jobvorbereitung Meistens nicht Slicen und das Positionieren auf der Bauplatte
Wartung und Reparatur Meistens nicht Düsen wechseln, Einstellarbeiten und Neudruck nach Fehlern
Nacharbeit Meistens nicht Support entfernen und Teile fertig machen
Verdrängte Arbeit Nie Die Entwicklungsarbeit, für die der Ingenieur eingestellt wurde und die dem Unternehmen eigentlich den Mehrwert bringt

Johannes hat dazu eine Umfrage unter vielen Bambu-Lab-Nutzern gemacht, und die Antworten waren sehr ehrlich. Die meisten tracken keine Zahlen, es gibt keine klaren Verantwortlichen und keine Rollenverteilung. Viele wissen gar nicht, ob sie mit ihrem 3D-Druck überhaupt wirtschaftlich arbeiten. Die Technik funktioniert inzwischen, die Abbrüche sind deutlich zurückgegangen, und die Drucker sind so günstig, dass manche sie gar nicht mehr reparieren. Das nächste große Thema ist deshalb die Organisation und die Frage, ob sich das Ganze rechnet.

Wer mit FDM anfängt, stößt irgendwann an Grenzen

Ich gehe davon aus, dass FDM einen zweiten Hype erlebt. Im Prototypenbereich ist das Verfahren längst auf dem Plateau der Produktivität angekommen. Jetzt ist es aus meiner Sicht das erste Verfahren, das in einem großen Rahmen auch für Kleinserien und Serien skaliert, und zwar vor allem über den Preis. Die Teile sind innen hohl, der Materialanteil ist gering, und die Druckzeiten lassen sich dadurch stark reduzieren.

Für viele Anwendungen ist FDM trotzdem nicht das richtige Verfahren. Für Betriebsmittel, günstige Serien oder Prototypenteile funktioniert es wunderbar, aber eben nicht für alles. Wenn Unternehmen an diese Grenzen stoßen, schauen sie sich nach anderen Technologien um. Dazu passt, dass die Preise für SLS-Materialien, die lange bei etwa 60 Euro pro Kilo lagen, bei immer mehr Anbietern sinken. Ich bin relativ sicher, dass die FDM-Welle mit ein paar Jahren Verzögerung die nächsten Verfahren mit nach vorn schiebt.

Am Ende läuft es auf eine klassische Make-or-Buy-Entscheidung hinaus. Insourcing und Outsourcing laufen in Wellen alle fünf bis zehn Jahre durch die Unternehmen. Entscheiden kann aber nur, wer seine Kennzahlen kennt, und genau die fehlen bei den meisten.


Warum du jede Dienstreise heute begründen musst

Dieses Jahr habe ich selbst eine Veranstaltung gemacht, und dabei habe ich genau beobachtet, wer kommt und welche Betriebe ihre Leute freigeben. Viele Unternehmen haben ihr Personal runtergefahren. Es gibt zwar teilweise weniger Arbeit, aber die vorhandene Arbeit verteilt sich auf viel weniger Köpfe. Sobald jemand im Urlaub oder krank ist, wird die Last für die anderen größer, und die Unternehmen können sich weniger erlauben, an Events teilzunehmen.

Wer trotzdem hinfahren will, muss gut argumentieren. Zum fehlenden Tag kommen je nach Anreise eine Übernachtung, die Rückfahrt, Hotel, Fahrtkosten und unter Umständen eine Eintrittskarte. Johannes hat es auf den Punkt gebracht: Wenn die Botschaft eines Events nach außen nicht stimmt, fehlen dem Mitarbeiter die Argumente, und dann fährt auch keiner hin. Und nur mal zu schauen, was es Neues gibt, kann man heute auch eine KI fragen.

Kein Fokus, kein Publikum

Wenn ich ein Event mache und habe da 20 Themen, dann ist das vielleicht für Generalisten interessant, aber nicht für Unternehmen. Die kommen nicht für den einen Vortrag, der für sie relevant ist, mit Anreise und Hotel, wenn die anderen zehn Vorträge sie nicht betreffen. Dafür kommt keiner.

Events müssen aus meiner Sicht lernen, fokussierter zu arbeiten. Das heißt, ein Thema klar abzugrenzen, einen Themenblock zu nehmen und ganz gezielt dazu einzuladen. Damit sich der Tag wirklich lohnt, müssen fünf oder sechs Beiträge für die Besucher relevant sein. Das kann bedeuten, dass ein Event in einem Jahr ein metallfokussiertes Thema hat und im nächsten Jahr ein kunststofffokussiertes, mit völlig anderen Ausstellern und völlig anderem Publikum.

Merkmal Event mit breitem Programm Event mit klarem Fokus
Programm 20 Themen, für jeden ein bisschen Ein Themenblock, der klar abgegrenzt ist
Relevante Beiträge pro Besucher Oft nur einer Fünf bis sechs
Argument für die Dienstreise Mal schauen, was es Neues gibt Ich fahre wegen dieser Themen hin und will mit diesen Leuten sprechen
Publikum Generalisten und die eigene Branchenblase Anwender mit einem konkreten Problem

Rapid.Tech und AM Forum Berlin: unsere persönliche Einschätzung

Die Rapid.Tech, von der viele dachten, dass sie nicht mehr stattfindet, kommt zurück. Johannes und ich haben dazu eine klare Meinung, und es ist ausdrücklich unsere persönliche Sicht. In den letzten Jahren ist die Rapid.Tech aus meiner Sicht zu einer universitären Forschungsveranstaltung geworden. Neue Legierungen und Forschungsergebnisse sehen unheimlich cool aus, aber ein normaler Industrieanwender geht nach Hause und sagt sich, dass er das morgen noch nicht benutzen kann.

Ich finde den Austausch zwischen Universitäten grundsätzlich gut. Ich sitze selbst in einigen projektbegleitenden Ausschüssen, und die Universitäten haben manchmal echt gute Sachen. Die Frage ist nur, wer das Zielpublikum ist. Ein „2.0“ kommt in der Regel dann hinter einen Namen, wenn wirklich etwas Neues dahintersteckt. Wer die Rapid.Tech negativ im Kopf hat, nimmt diese Voreingenommenheit mit dem alten Namen auch in Zukunft mit.

Ähnlich skeptisch ist Johannes beim AM Forum Berlin. Er beschreibt es als Blase aus Herstellern mit ein paar Special Guests. Wer keinen Aussteller kennt, der ein kostenfreies Ticket rausgibt, zahlt nach seiner Erfahrung 800 bis 900 Euro. Für einen einzigen relevanten Vortrag von einer Stunde muss da mehr kommen. In einem Hype ist es einfach, ein Event zu machen, weil der Markt dafür sorgt, dass das Thema interessant ist. Jetzt müssen die Veranstalter liefern, und man merkt, dass das nicht alle können.


Ehrlichkeit statt Versprechungen

Die Basis der Vergangenheit war oft, Maschinen zu verkaufen und Versprechungen zu machen. Vieles war theoretisch möglich, aber nicht wirtschaftlich oder nicht so umsetzbar, wie der Kunde es wollte. Wir merken in vielen Gesprächen, dass sich das wandelt und die Aussagen realistischer werden. Im Marketing, im Vertrieb und in der Kommunikation braucht die Branche jetzt diese Ehrlichkeit, und dafür auch neue Leute mit neuen Formulierungen.

Wir haben gerade drei Generationen im Markt. Da ist die Generation um die 60, die den 3D-Druck teilweise über 30 Jahre begleitet hat, super vernetzt ist und viel weiß. Ihre Erfahrungen stammen aber vor allem aus dem Prototypenbereich. Dann gibt es uns um die 40, die voll im Stoff sind und pushen wollen, und die Jüngeren zwischen 20 und 30, die aus dem Maker-Bereich kommen und für Neues viel offener sind. Keine dieser Gruppen hat das Allheilmittel, und genau deshalb müssen wir das mischen.

Nach meinem Bauchgefühl, nicht statistisch erhoben, sind vielleicht 5 Prozent der Unternehmen im 3D-Druck schon sehr weit. Etwa 60 bis 70 Prozent nutzen ihn im Prototypenbereich und für Betriebsmittel, und 20 bis 30 Prozent haben bisher gesagt, dass sie ihn nicht brauchen. Die 5 Prozent zeigen gerade, dass man mit 3D-Druck in der Serie skalieren kann, und wenn sie es vormachen, machen es andere irgendwann nach. Mein Horizont dafür liegt bei zwei bis drei Jahren.

Ein kleiner Ausblick zum Schluss: In einer der nächsten Folgen geht es um KI. Ich glaube, dass KI in der generativen Konstruktion irgendwann dazu führt, dass sich gewisse Bauteile nur noch über den 3D-Druck herstellen lassen. Mehr verrate ich an dieser Stelle noch nicht.


So holst du mehr aus der Formnext heraus

Johannes hat einen ganz klaren Hinweis: Viele laufen mit der Aufmerksamkeitsspanne eines Goldfischs über die Messe, planen, alle Hallen zu sehen, und schaffen am Ende gerade einmal die erste. Plant euren Messebesuch deshalb gut, damit ihr das mitnehmt, was ihr euch vorgenommen habt. Ich mache mir vorher eine Liste, aus der dann feste Termine mit den Leuten entstehen, mit denen ich wirklich vor Ort sprechen will.

Danach kommt bei mir die zweite Phase, die Inspiration. Dann laufe ich einfach durch die Hallen und schaue, wie sich die Firmen in diesem Jahr präsentieren. Wer jedes Jahr da ist, sieht an der Kommunikation der Aussteller ziemlich gut, wie sich der Markt wandelt. Ich bin am Mittwoch und am Donnerstag auf der Formnext. Wenn du dich auf einen kurzen Kaffee treffen willst, schreib mir einfach über LinkedIn.


FAQ: 3D-Druck Messen und Events

Lohnt sich der Besuch der Formnext, wenn es kaum Neuheiten gibt?

Ja, denn viele Technologien der letzten Jahre müssen in den Unternehmen erst noch umgesetzt werden. Auf der Formnext siehst du Maschinen und Bauteile noch live, und wer seine Termine vorher plant, nimmt deutlich mehr mit.

Welche 3D-Druck Messen gibt es in Deutschland?

Die größte 3D-Druck Messe ist die Formnext, die jedes Jahr im November in Frankfurt am Main stattfindet. Dazu kommen kleinere Veranstaltungen wie die Rapid.Tech in Erfurt und das AM Forum in Berlin, die stärker auf Vorträge und Austausch setzen.

Wann lohnt sich eine Dienstreise zu einem 3D-Druck Event?

Eine Dienstreise lohnt sich, wenn fünf oder sechs Beiträge und Gespräche zu deinem konkreten Thema passen. Für einen einzelnen relevanten Vortrag rechnen sich Anreise, Hotel und der fehlende Arbeitstag kaum.

Was kostet ein eigener Desktop-3D-Drucker im Unternehmen wirklich?

Das Material ist oft der kleinste Posten, bei einfachen Modellen etwa 15 Euro Filament pro Woche. Teuer wird die Arbeitszeit für Jobvorbereitung, Wartung, Fehldrucke und Nacharbeit, vor allem wenn ein Entwicklungsingenieur sie nebenbei erledigt.

Ist FDM für die Serienfertigung geeignet?

Für Betriebsmittel, günstige Kleinserien und einfache Bauteile funktioniert FDM sehr gut und skaliert vor allem über den Preis. Für viele Anwendungen ist es aber nicht das richtige Verfahren, und wer an Grenzen stößt, landet oft beim Pulverbett wie SLS.

Warum verlieren viele 3D-Druck Events ihr Publikum?

Viele Events bieten ein breites Programm ohne klaren Fokus, sodass für den einzelnen Besucher nur ein Vortrag relevant ist. Unternehmen geben ihre Leute dafür nicht mehr frei, weil sie jede Dienstreise heute begründen müssen.


Was jetzt zu tun ist

Bevor du dir deine Formnext-Termine einträgst, lohnt sich ein ehrlicher Blick auf die eigenen Zahlen. Weißt du, was dich deine Drucker im Haus inklusive der Arbeitszeit wirklich kosten, und wo FDM für deine Bauteile an seine Grenzen stößt? Mit diesen Antworten kannst du auf der Messe die richtigen Gespräche führen und sie danach auch intern begründen.

Wenn du dafür einen Sparringspartner suchst oder überlegst, Kleinserien auszulagern, sprich uns an. Wir schauen gemeinsam auf deine Bauteile und finden das Verfahren, das zu deiner Anforderung passt.

Weitere Podcast Folgen, direkt weiterhören!

Jetzt Podcast und 3D-Druck Insights abonnieren

Keine Folge mehr verpassen!

Kein Spam · Abmeldung jederzeit möglich

3D-Druck Insights erhalten

Erhalte kostenfrei 8-12x pro Jahr alle Updates
zu neuen Podcast Folgen, Events und Neuigkeiten im 3D-Druck!

Kein Spam · Abmeldung jederzeit möglich