Torsten Wolschendorf und Johannes Lutz sprechen in dieser Jubiläumsfolge, der zehnten des Next Gen AM Podcasts, über die aktuelle Konsolidierung im 3D-Druck-Markt und darüber, warum sich der Fokus klar von Prototypen zur Serienfertigung verschiebt. Sie erklären, warum viele Unternehmen 3D-Druck fälschlicherweise mit FDM gleichsetzen und dadurch das Potenzial anderer Verfahren verschenken. Außerdem geht es um Messen im Wandel, den Gartner Hype Cycle und die Frage, was es kostet, wenn man als Unternehmen zu lange wartet.
Takeaways
- Der 3D-Druck-Markt konsolidiert sich weiter, während sich der Schwerpunkt spürbar von Prototyping zur Serienfertigung verlagert.
- Für viele Unternehmen ist 3D-Druck gleichbedeutend mit FDM. Das enorme Potenzial anderer Verfahren bleibt dadurch ungenutzt.
- Wer zu lange wartet, zahlt am Ende nicht für die Technologie, sondern für die verpassten Anwendungen.
Chapters
- 00:00 Intro und zehnte Jubiläumsfolge
- 02:26 Deutschland heizt sich auf, der 3D-Druck-Markt kühlt ab
- 03:47 Stratasys übernimmt Nano Dimension: Markforged und Desktop Metal
- 07:51 Insourcing vs. Outsourcing: Die Wellenbewegung der Branche
- 10:31 Günstige Desktop-Drucker verändern den Maschinenpark
- 13:32 SLS-Anlagen leer? Warum jetzt Serienfertigung zählt
- 15:06 Vom Prototypen-Dienstleister zur Serienfertigung: Torstens eigene Zahlen
- 18:28 Vom „Kennst du 3D-Druck?“ zum „Bringt es dir Ergebnisse?“
- 19:32 „Wir machen 3D-Druck“ heißt für viele nur FDM
- 21:40 Glaubwürdigkeitsproblem: Wo bleiben die Anwendungen?
- 24:30 Medizin, Luftfahrt und SpaceX als Beweis für Serientauglichkeit
- 28:13 First-Mover-Vorteil und Markenbildung am Beispiel Tupperware
- 31:47 Die eigene Drucker-Falle: Warum ein Gerät nicht „der 3D-Druck“ ist
- 33:47 Jede Branche glaubt, sie sei speziell
- 37:34 Ankündigung: Open House am 8.9. in Attendorn
- 39:41 Messen im Wandel: Vom Problem zur Lösung denken
- 43:19 Der Gartner Hype Cycle im 3D-Druck
- 46:58 KI und 3D-Druck: Parallelen im Hype
- 49:37 Formnext-Prognose: Hallen, Stände, Ausstellerzahlen
- 51:41 Formnext vs. Rapid TCT: Warum Deutschland hier vorne liegt
- 54:38 Der Schmerzpunkt fehlt noch: Die unsichtbaren Kosten des Nichtstuns
- 57:48 Fazit und Verabschiedung
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Transcript
Torsten: Dies ist wieder eine Next-Gen-IM-Interview-Folge, ich mit meinem Kollegen Johannes Lutz aufgenommen habe, die ich natürlich niemandem vorenthalten möchte und aus der Sicht geht es jetzt auch direkt schon los. speaker-0: zum Next-Gen-AM-Podcast. Mein Name ist Johannes Lutz. speaker-1: und ich bin Thorsten Wohlschendorf. speaker-0: Gemeinsam sprechen wir über die aktuellen rund ⁓ die 3D-Druck- und additive Fertigungsbranche.
Thorsten, es ist unser offiziell 10. Podcast. Eigentlich müssten wir Jubiläum feiern jetzt. speaker-1: Ja genau, wir haben schon zehnmal unseren Senf zur Bratwurst beim Grillen abgegeben. speaker-0: Und keiner hat sich irgendwie doof geäußert dazu. Eigentlich müssten wir noch schlimmer agieren, was das Thema angeht. speaker-1: Ja genau, wir wurden noch nicht abgestaubt und noch keine Morddrohungen und keine Ahnung.
Also entweder waren wir noch zu smart oder wir haben noch nicht die Reichweite, die wir brauchen. speaker-0: Ist eigentlich ganz gut so, weil eher kommen vielleicht mehr Aufträge anstatt irgendwie einen komischen Brief reinflattert oder so. speaker-1: Also sagen ja alle, die irgendwie erfolgreich sind, irgendwann kommt Hate dazu und da muss man dann irgendwann mit leben und dann ist gut. speaker-0: Ja, weil ich muss dazusagen, durch den Podcast bekommt man natürlich schon manchmal ganz lustige Nachrichten.
Das wirst du auch noch kriegen, weil du hast ja seit Kurzem auch einen tollen Podcast. Darf ich mir ruhig dazusagen? Und ich zeige das dann immer meiner Frau. Und es wird den Hatern jetzt nicht gefallen, aber ich finde manche Nachrichten echt lustig. Das ist echt, wo ich mir so denke, so, ey, ich schicke dir eigentlich total viel Liebe. Mein Lieber denke ich mir manchmal so, warum kommt denn so eine komische Nachricht?
In der Hinsicht aber manche fühlen sich da ein bisschen angegriffen. Aber immerhin hören sie es immer noch. es ist ganz lustig. Aber es gibt ja ein paar neue Themen. echt lustig. Deutschland heizt sich auf und unser 3D-Druckmarkt, der kühlt gerade so richtig ab. speaker-1: Wir können vielleicht dazu sagen, machen, wir, bei uns sind keine Mühen und nichts wird hier gescheut. Wir sitzen hier beide draußen, also es ist dieser Samstag, je nachdem wann wir die Folge veröffentlichen.
Es ist dieser Samstag, der so brutal Richtung 40 Grad rennt. Und ich bin hier in der Firma, ich bin ja auch unterm Dach, also man sieht das, für die, das Video sehen. Das Hemd, oder der oberste Knopf ist auf. speaker-0: Also ich bin ja immer ganz cool, also diesmal in dem Fall auch. Man merkt natürlich, die Hitze macht dann schon zu schaffen, aber ich sag mal, es ist hier drin klimatisiert, alles wunderbar.
Sonst würden wir es ja auch nicht machen. Also jetzt im Freien so eine Folge aufzunehmen, man würde immer noch bisschen Vogelzwitschern hören oder so was, ⁓ die Themen noch bisschen entspannter zu nehmen. speaker-1: Ja, alles gut. Wie gesagt, wir wissen ja, was wir tun und da wird uns das bisschen Wärme jetzt auch nicht abschrecken. speaker-0: Vor allem hat mich nicht abgeschreckt, dass es jetzt so langsam zu Ende geht mit der Konsolidierungsphase, wenn man das so sagen kann.
Was sagst du dazu? speaker-1: Also man sieht ja, der letzte Schluss war ja, dass Stratasys von Nano Dimension Desktop, äh nicht Desktop Metal, dass Nano Dimension Desktop Metal abgestoßen hat und Markforged und Stratasys bei Markforged noch nach Nexa jetzt auch nochmal zugeschlagen hat. ja, dementsprechend, wenn man dann sieht, was Stratasys so die letzten, sagen wir mal, 12 bis 24 Monate gemacht hat. haben die mehr oder weniger die ganzen Toten vom Markt geholt und sich damit mit Patenten und ähnlichen mit Rechten und Struktur bereichert.
Das sagen muss, ja, das, also ich muss sagen beeindruckend, wie sie es gemacht haben, zu welchen Kursen sie es gemacht haben, nachdem Nano Dimension Stratasys eigentlich erst kaufen wollte und jetzt Stratasys die Reste, die nicht mehr profitabel sind von Nano Dimension, für viel, viel weniger kauft. Also wenn man das mal so… Revue passieren lässt, hat Stratasys eigentlich doch einen ganz ordentlichen Job gemacht, würde ich sagen. speaker-0: Bis jetzt sind sie die Gewinner, was das Thema angeht.
Aber man weiß ja nie, was noch in ein, zwei Jahren so ist. Also wir hoffen, dass es da gut läuft. Aber kurz bevor jemand stirbt, dann noch kurz zu sagen, man rettet denjenigen, weil er ⁓ stirbt, kurz davor, ist eigentlich auch… ich bin jetzt nicht schadenfroh drüber. Natürlich freut man sich, wenn die Technologie weiterhin im Markt bleibt und wenn jemand gefunden hat, der das Ganze weitertreibt.
Das ist in dem Fall ganz wichtig. Aber ich… Ich kann mir gut vorstellen, dass die schon auch abgewartet haben, bis der Wert so passend war zum Unternehmen, ⁓ dann zu sagen, man schlägt doch zu und man übernimmt das Ganze. speaker-1: Ich würde das so sagen. Also Stratasys hat ja damals auch schon überlegt, ob sie Markforged kaufen, bevor Nano Dimension das getan hat. Da war der Preis einfach zu hoch.
Was ich denke, ist, dass Stratasys als langjähriger 3D-Druckhersteller den Markt einfach auch bisschen besser verstanden haben und Synergien verstanden haben und Nano Dimension so als Das sind ja keine, außer die eine Elektro-Platinen-Geschichte, die sie damit ihrer Maschine gemacht haben, sind das ja keine Leute, die den 3D-Druckmarkt verstehen. Und im Nachgang mit den Reaktionen und allem, was sie getan haben, muss man da auch einfach sagen, dass sie es zu der Zeit auch nicht verstanden haben.
Viele Fehlentscheidungen aus meiner Sicht getroffen und auch die Übernahme damals, wie gesagt, ich finde das immer noch lustig, wenn man im Nachgang darüber nachdenkt. dass Nano der Menschen Stratasys kaufen wollte und jetzt Stratasys Nano der Menschen hilft, ihre Reste abzuverkaufen, damit sie irgendwie überleben. Und da muss man noch sagen, Nano der Menschen hat ja den gesamten Bereich 3D-Druck abgegeben.
Ich glaube, sie haben es jetzt schon. Die wollen ja in einen völlig anderen Bereich rein. Also wollen ja diesen KI-Hype jetzt machen, ob sie das richtig verstanden haben. sie 3D-Druck-Markt nicht verstanden haben, kann man auch mal einen Raum stellen. Aber das wird uns in den nächsten Monaten oder Jahren dann, wer das verfolgt, werden wir sehen, was passiert. speaker-0: Also die werden sicherlich ihre Gründe haben. wir die Strategie von denen verstehen, ist nochmal was ganz anderes.
Aber ich habe so ganz stark das Gefühl, dass in der Zeit unheimlich viel Geld verbrannt worden ist, weil viele Fehler gemacht worden sind. wurden Märkte völlig falsch eingeschätzt. Es wurden Zahlen wahrscheinlich komplett falsch gelesen in der Hinsicht. wenn jetzt Nano Dimension in diese KI Richtung geht, die wollen jetzt mit einem KI-Unternehmen zusammengehen, der Name ist mir jetzt gerade nicht so begriff, da dafür vielleicht stoßen sie in dem KI-Thema. dann die nächste Konsolidierung an.
Ich weiß nicht. Also ich wünsche denen absolut nur das Beste, weil der erste Schwung jetzt im 3D-Druck vielleicht nicht so berauschend war. Also berauschend vielleicht für uns, aber nicht so berauschend für Nano der Menschen, wie man es so sieht. man nimmt ja auch wahr, dass einige Unternehmen, seither die AM, also die 3D-Drucksache so an sich rangelassen haben, haben so eine eigene Sparte aufgebaut, die wird jetzt auch abgestoßen.
Also man merkt, bei einigen Unternehmen wird wird der Rotstrich angesetzt, was profitabel ist, was nicht profitabel ist, wo man noch dran glaubt, nicht dran glaubt. speaker-1: Wir hatten vor ein paar Wochen das A-Burg-Thema, wo A-Burg den 3D-Druckmarkt ja auch, oder seine 3D-Drucksparte auch im Prinzip, ich würde mal sagen aufgegeben, noch nicht mal verkauft, sondern einfach aufgegeben hat. Genauso auch in einigen Betrieben.
Jetzt geht es natürlich darum, kostet es mehr Geld, als es etwas bringt. Und wer bisher vielleicht intern 3D-Druck gemacht hat, aber jetzt vielleicht zu dem Standpunkt … Das ist wirtschaftliche Faktor da. Das war zwar nice to have, es hat irgendwie zum Spielen gereicht, aber da sind dann zwei Leute beschäftigt und eigentlich ist die Wertschöpfung gar nicht groß genug, ⁓ diese zwei Leute auch zu refinanzieren und die Drucker, die da sind und den ganzen Fehlversuche und da ist halt die Frage, ob man intern das Learning selbst durchführt oder halt weiter wieder wie früher vielleicht zu einem externen Dienstleister geht und da gibt es auch einige Firmen, die den Bereich einkürzen. und sagen, ne, das ist dann, es gibt ja immer wieder so Wellen, da wird man wieder outgesourct, also dann wird sich wieder auf diesen Kern eines Unternehmens zurückorientiert und man sagt, wir kommen zurück zu unserem Kern, den wir können und den wir haben und alle Bereiche, ob es nachher so was ist wie Wärmebehandlung, das wurde man eine Zeit lang insourced, also ins Unternehmen geholt, dann wieder outgesourced, dann Werkzeugbau, rein ins Unternehmen, raus.
Ich glaube, das sind so Wellen wie bei Beratern, wenn du das eine Hass und du musst irgendwann was verändern, dann musst du dich in eine andere Richtung bewegen, dann ist das erstmal wieder ein Positiv-Effekt und wenn du dann an der Stelle bist, dann kommt wieder irgend so ein Beratungsansatz, der bewegt dich wieder eine andere Richtung. Aus der Sicht glaube ich, dass manchmal die Unternehmen auch von dem einen zum anderen schwanken und dass über den Zyklus vielleicht von zehn Jahren, ja ich glaube, dass das einfach ein Faktor ist. speaker-0: Ich glaube, es war noch nie schlimm, eine Rolle rückwärts zu machen, wenn es dann wieder funktioniert.
Weil ich habe mich natürlich bei einigen Unternehmen, die ein bisschen populärer sind mit ihrem additive manufacturing, ich nenne es jetzt mal als Überbegriff, Kompetenzzenter oder sowas in der Richtung, da wurden viele Maschinen in eine frische Halle reingestellt, wurden zwei Mitarbeiter eingestellt und dann heißt es ja, mach mal. Ich habe mich oft gefragt, wie sich die Sache auf diese lange Zeit eigentlich trägt und wie viel Geld darin eigentlich verbrannt worden ist.
Und da können die Mitarbeiter meistens in den Abteilungen relativ wenig dafür. Die wurden halt da reingeschickt, dann mussten die das intern so einen Change-Management-Prozess losstößen. Und einige haben ziemlich lang durchgehalten, wenn man das so sieht. Und es hat sich ja auch in der Anlagentechnik in diesen, ich sag mal, bei den Dienstleistern, aber auch jetzt bei den Unternehmen ja auch einiges verändert.
Da bewegt sich jetzt Global einiges von neuen Playern, vor allem was das Thema FDM und Pulverbit angeht. speaker-1: Ja, Desktop, einfach Desktop. ist günstig oder es wird die Technologie, gibt es jetzt als günstigere Technologie. Siehe von Formlabs, Sinterit, die SLS Drucker oder von RACE 3D, das sind ja alles so Systeme, die so in diesem ja, Kleinstsegment damit spielen und die dann auch mit unter 100.000 invest, was ja für viele Unternehmen jetzt nicht so ein Rieseninvest ist. dass einfach so ein Staat in so einer Technologie mal intern wagen kann und das halt Spielgeld nutzen kann.
Langfristig, egal ob es jetzt ein FDM, SLS, MSLA oder wie auch immer es muss man halt schauen, wie weit man mit solchen Systemen kommt. Weil eine Industrialisierung, ist ja genauso, ob du jetzt eine Knut-Fräsmaschine dir da hinstellst, die vielleicht 20.000, 30.000 Euro kostet oder halt von dem Gimori… Matzak oder so ein richtiges Bearbeitungszentrum, wo Technologie hinsteckt, die vielleicht dann 300.000, 400.000 kosten.
Ich glaube, dass da auch noch ein Unterschied ist, was Technologie, Reproduzierbarkeit, Stabilität usw. Da kommen Teile raus. Du kriegst aus einer Knutfräse genauso Teile raus. Und die haben alle ihre Anwendung. Das will ich eigentlich daraus. Eine günstig fräse, eine Chinafräse, gibt es ja ein paar Anbieter, die haben ja ihre Daseinsberechtigung. die einfach mal einen Teil gefräst haben wollen, die mit der Technologie ein bisschen was machen wollen.
Aber wenn du High Precision über tausende Teile und und und, wenn du das alles haben möchtest, dann denk ich, wirst du über einen gewissen Technologie-Standard nicht hinwegkommen und so sehe ich es auch im 3D-Druck. Es wird irgendwann ein Bambo-Lab, funktioniert wunderbar mit PLA, die Steuerung ist gut, lassen wir den ganzen China-Cloud aus dem Vor, einfach von der Technologie ein toller Drucker. funktioniert, aber wenn es dann irgendwann in gewisse Größen reingeht, dann ist halt so eine Marke wie Stratasys, Intamsys und was weiß ich, sind andere Marken, da ist von mir aus auch ein Cubic, Big Rap und was weiß ich, da sind halt Marken, darauf spezialisiert sind, Großformatig-Teile zu machen und dann einfach auch durch Schwund und ähnliche Dinge einfach andere Voraussetzungen erfüllt werden.
Aus der Sicht, ich glaube, für alles gibt es einen Markt. finde es aber gut für die Branche, dass es diesen Desktop-Markt gibt. speaker-0: Der hat auch einiges bewegt, das hatten wir ja schon mal gesprochen. Viele Unternehmen haben jetzt einen Desktop-FDM-Drucker, ob das jetzt von Bambulab, Creality, Brusa oder was auch immer ist. Da stehen meistens 4,5 in den Konstruktionsabteilungen, da wird viel gemacht.
Und was ich auch gemerkt habe, natürlich jetzt in der Vergangenheit, dass einige Dienstleister diese ganzen Prototypenteile, die seither auf einer SLS gelaufen sind, intern bei den Unternehmen im FDM-Drucker sind. Und dass die Unternehmen selbst auch mehr Anwendungen zum Teil finden. Ich finde es sehr positiv, dass sich die Dynamik doch so extrem verändert hat. Auf der anderen Seite sieht man aber auch, dass dieser FDM-Markt so eine extreme Dynamik bekommt, so ich habe einen FDM-Drucker, ich kann alles machen.
Man bewegt sich über dieses FDM zum Teil nicht wirklich hinaus und Der Nachschub fehlt ein bisschen. Also es ist ja so, dass der Markt immer noch wächst, auch im SLS-Bereich, teilemäßig, sage ich jetzt. Aber es ist nicht mehr so, dass die Anlagen so voll sind, dass was Neues nachkommt. Und hier der ganz klare Hinweis. Also jeder, eine SLS-Anlage hat oder darüber nachdenkt, ihr müsst in Serie gehen.
Also Unabhängigkeit ist jetzt das eine gewesen mit FDM. Jetzt geht es ⁓ industrielle Serie, Serienteile. Da muss man einfach auch Die Technologie wechseln, das ist ein ganz normaler Prozess dorthin. Von dem her ist es sehr spannend, was sich da gerade bewegt. Ich bin ja sehr stark gerade dran, dieses Serienthema gerade wieder in den Markt reinzudrücken, ⁓ die SLS-Anlagen wieder voller zu kriegen.
Und auf der anderen Seite müssen sich einige Dienstleister wieder bewegen, ein paar Anwendungen zu finden. Sonst geht ihnen das Futter aus die nächsten zwei, drei Jahre, wenn sich da nichts bewegt. speaker-1: Also ich glaube, das wird sich ergeben. Ich meine es ist mit Sicherheit, wenn ich, ich sage ja immer wieder und der eine oder andere wird das auch von mir schon mal gehört haben, ich habe ja 2019 das Unternehmen mir übernommen in der Dienstleistung, haben wir 90 Prozent Prototypen gemacht, also da gab es so diesen Hype, diese günstigen Drucker noch nicht, das heißt, wenn man drucken wollte, muss man auch richtig investieren.
Ich verstehe das mit diesen ganzen FDM-Druckern. Für einen ersten Prototyp, für ein erstes Anschauungsmuster im FDM-Bereich, da ist man einfach schneller. Und ⁓ nur mal eben zu gucken, völlig ausreichend, völlig in Ordnung. Und wir machen jetzt heute, jetzt schreiben wir es Jahr 26, da liegen wir so im Bereich 80 Prozent Serienteile und nur noch 10 Prozent Prototypen. Und die anderen 10 Prozent sind bei uns seriennah Prototypen.
Durch das Materialportfolio, was wir halt haben, können wir sehr individuell darauf eingehen. Aber es zeigt im Prinzip den Wechsel, dass diese Prototypen nicht weg sind, sondern durch diese Desktop-Drucker in die Unternehmen gewandert Das ist auch völlig okay. Ich kann damit auch leben. Das zeugt ja dafür, wenn man sagt, die machen jetzt heute ihre eigenen Entwicklungen und ihr eigenes Learning und die Lernkurve durch. dann wird das ja spätestens irgendwann in den nächsten zwei, drei Jahren dazu führen, dass sie höhere Ansprüche entdecken, wo sie einfach merken, dass diese Technologie wieder am Ende ist. das ist zum Beispiel, wenn wir zurückkommen auf so eine Knutfräse, die Knutfräse schafft einfach nicht die Bearbeitungsgeschwindigkeit wie vielleicht ein industrieller Ansatz oder wie auch immer mit der Genauigkeit.
Und ich sehe das da genauso. Und da muss man irgendwann, wenn man davon 10.000 Stück Teile haben möchte. dann hilft es ja nicht einfach, sich nur ein paar Drucker dahin zu stellen, sondern das sind ja die Drucker, die müssen gewartet werden, es braucht System dazu, braucht einen Prozess dazu, es braucht eine Abwicklung, braucht Räumlichkeiten, also man muss den Prozess beherrschen und der Prozess in der Serie ist völlig anderer, wie ich druck mir mal eben Anschauungsmuster.
Und zum Thema SLS würde ich auch sagen, das Thema wird wieder, sobald PLA, PETG nicht mehr den Anforderungen entsprechen. speaker-0: Und? speaker-1: wenn das hohle Bauteil einfach nicht mehr den Belastungen standhält. da ist so von der Schichtstruktur, technisch will ich jetzt auch gar nicht so tief rein, aber im Prinzip, ist ja ein Unterschied, wo ich sehe, wenn die Leute heute FDM machen, werden sie in Zukunft auch wieder mehr für gewisse Serien, auch wieder nicht alles, sondern für gewisse Serien wird es auch wieder in SLS zurücklaufen, wo früher vielleicht die Prototypen im SLS waren, heute auf dem FDM. wird es irgendwann in einer höheren Stückzahl wieder zum SLS zurückkommen.
Das gleiche ist irgendwo im Spritzguss. Die Prototypen sind im 3D-Druck. Die Anlaufphase ist auch noch im 3D-Druck. Lieferkettenengpässe oder End of Life von so einem Produkt, wo man immer wieder auf den 3D-Druck springt, aber die ganz große Serie 100.000, 500.000, 1.000.000, die bleibt im Spritzguss. Punkt, Ende, aus. Absolut. speaker-0: Ja, es macht auch mehr Sinn. Jeder sollte es verstanden haben, ab welchem bestimmten Punkt so ein Technologiewechsel einfach Sinn macht.
Ich kann es vielleicht auch so sehen, zu der Zeit, wo es ja auch schon fast zwölf Jahre her wo ich in den 3D-Druck damals reingestartet bin, da war es mehr oder weniger so, dass man von der Botschaft her gesagt hat, kennst du 3D-Druck? Hast du davon schon mal gehört? Dann hat sich das immens verändert von, hey, du kennst 3D-Druck, aber machst du das denn schon? Dann hat man ewig lang darauf rumgetan in diesem ganzen Markt, du musst was mit 3D-Druck machen.
Jetzt machen alle Unternehmen zum größten Teil jetzt in Deutschland, jetzt, ich sag mal, diesen Produzieren, die irgendetwas produzieren, das produzierende Gewerbe, macht was mit 3D-Druck. Die nächste Stufe ist, toll, dass du es machst. Hast du deine Ergebnisse denn schon, die du dir wünscht? Das ist so der nächste Schritt, der jetzt gerade angestoßen wird. Weil ich weiß, es noch auf vielen Events hattest, war es die ganze Zeit so, als würden die Leute predigen mit, du bitte mach 3D Druck und jetzt geht denen der Stoffe aus.
Das sagt, okay die machen ja das ja schon alle. Was ist denn jetzt der nächste Schritt? Der nächste Schritt ist eine andere Technologie und ich glaube eine Technologie ist ein bisschen untergegangen. speaker-1: Da will ich vielleicht mal einhaken. bin ja auch oft, dass ich mit Leuten spreche, dann sagen, wir machen 3D-Druck. Dann sag ich, okay, was macht er denn? Ja, hier, machen im Prinzip FDM, okay.
Das, was ihr macht, wir machen ja den normalen 3D-Druck. sag mal, was ist denn der normale, was ist der unnormale 3D-Druck? Also, die meisten, die irgendwie mit 3D-Druck in Verbindung kommen und da noch relativ neu oder frisch sind, es kann aber durchaus sein, dass sie trotzdem 3, 4, 5 Jahre schon im Bereich 3D-Druck irgendwie was machen, aber sich einfach mit der Technologie nicht weiter auseinandergesetzt haben.
Für die ist FDM ein 3D-Druck. Aber das endet dort ja nicht. Da gibt es ja noch so viele schöne andere Verfahren mit anderen Möglichkeiten. Resindruck und was weiß ich, Pulverdruck und Metall und auch diese Frage, allein diese Metallfrage, dass ich dann, wenn ich dann sage, ja wir können auch hier Metalle drucken und so weiter und dann kommt, wie? Metall drucken? Das geht? Wie oft diese Frage heute noch kommt? ich würde sagen noch mindestens einmal pro Woche in Gesprächen mit neuen Kunden oder selbst mit Bestandskunden. einfach, das ist ja auch das Problem, wir haben so eine Webseite, aber welche Bestandskunde guckt sich denn immer nochmal wieder die Webseite an?
Also wenn du in Unternehmen schon seit fünf Jahren zusammen arbeitest, da guckst du ja nicht jede Woche nochmal auf die Webseite und guckst, was sie noch haben, wenn du nicht irgendwie durch Newsletter oder keine Ahnung auf dich aufmerksam machst. Und da ist glaube ich das Potenzial, dafür ist ja auch so ein Podcast da für die Leute. Ich denke, wird noch in den nächsten Jahren werden wir auch noch eine Menge Aufklärungsarbeit nach wie vor leisten müssen und erklären müssen, was es noch alles gibt, ⁓ diese Technologie so richtig weiter zu bringen und den Leuten zu zeigen, was noch alles möglich ist.
Weil das haben noch nicht alle auf dem Schier. speaker-0: Ich bin immer noch der Meinung, dass die richtig geilen Anwendungen noch gar nicht entdeckt sind. Dass wir gerade nur so dieses Kleinzeug machen von dieser Technologie, die Dinge, die man jetzt am Anfang findet. Die richtig, richtig cleveren Anwendungen, die warten eigentlich zum größten Teil noch. Es ist jetzt nicht auf alle übertragen, weil viele Unternehmen machen schon ziemlich coole Sachen.
Aber jetzt aufs breite Feld betrachtet, die richtig tollen Anwendungen, die kommen jetzt erst noch. speaker-1: Ich würde da eine Ergänzung, was ich auch immer wieder sage, wenn du zum Beispiel siehst, wo wird 3D-Druck grad immens eingesetzt, dann sind wir im Bereich Medizin und Luftfahrt. Und dann kommt immer so, also ja, 3D-Druck ist für die Serie nicht geeignet. Okay, warum nicht? Dann kommen so Sachen.
Reproduzierbarkeit. ⁓ okay, für Medizin und Luftfahrt, Reproduzierbarkeit ist nicht in den Griff zu kriegen. ich recht? Ja, da schon. ⁓ okay, also grundsätzlich funktioniert. Haltbarkeit. Also wir schießen Raketen, so wie SpaceX, die ihre Triebwerke komplett drucken. Ist völliger Marfin. haben zig Raketen, explodiert und im Moment ist das sicherste Transportmittel auf dem Weg ins All. Ist also kacke, ne?
Funktioniert nicht. Und die Belastung von so Triebwerk ist auch kacke, Also braucht man nicht. Also es funktioniert einfach nicht. Hab ich recht? Ja und dann kommen die irgendwann mit ihren popligen Industrieanwendungen und erklären dann, ja aber für unseren Fall funktioniert das nicht. Na, ihr habt’s einfach nur noch nicht probiert. Ihr wollt es. speaker-0: Und die meisten sagen auch immer, ich kenne…
Also da geht ja die Argumentation bei uns ja erst mal los, wenn wir an dem Punkt sind. Ich freue mich da immer drauf, weil alles andere ist immer ein bisschen Marketing. Und dann merkt man so, jetzt ist man an dem Punkt, wo man jetzt endlich ein Matching hinbekommt. Die werden immer eine Ausrede finden. Das wird immer so sein. Das ist einfach so gegeben. Aber man erkennt das natürlich in der Hinsicht, dass da eine mentale Blockade auch einfach da ist von den Leuten, sich dort nicht ein Stück weit weiterzutrauen.
Es ist aber auch so, dass viele Dienstleister nicht so Wortgewandt sind. Also die können zwar gut Teile drucken, … aber dann hören die auch irgendwann auf. zu der Zeit, wo ich begonnen habe, … damals 2016, … waren alle so … … also da hat man nicht liebevoll am Kunden gebackert. Man hat die Backerschaufel über dem Kunden ausgeleert mit Informationen und wollte den unbedingt überzeugen.
Mittlerweile ist es so, dass die Leute aufhören nach … nach einem Widerstand sagen, dann mach das halt nicht so in dem Fall, dann nehm ich halt irgendwie jemand anderen. Also diese Beharrlichkeit hat extrem nachgelassen bei uns im Markt, ich so das Gefühl. speaker-1: Ja, also jetzt auch im Dienstleistungsbereich. Es gibt natürlich welche, die wirklich einfach nur Teile drucken. Also Dienstleister in Form von Teile fertigen.
Also gib denen irgendwas, sag das ist der Prozess, das ist das Material. Bitte machen, dann machen sie es auf ihre Maschine. Die hinterfragen das nicht und das können die. Und das machen die dann auch günstig. Es gibt es in jedem Bereich, gibt es im Fräsen auch. Die fräsen einfach, hinterfragen nicht. Die Qualität ist natürlich nachher auch vernünftig zu beraten und sein sein Metier, seine Branche auch zu beherrschen.
Da gehört halt auch schon bisschen mehr dazu, als nur ein Drucker oder eine Maschine zu beherrschen. Und es ist aber leider so, weil das war ja da im Prinzip auch deine Frage vorab, diese Glaubwürdigkeit für den 3D-Druck, also wo sind die Anwendungen? Und dass sie noch nicht gefunden wurden. Ich glaube, dass die Not oder die Perspektive, da ist natürlich auch eine Menge Geld im Luftfahrtbereich und auch im medizinischen Bereich ist auch eine Menge Geld.
Aber sie würden es ja nicht tun. Sie geforscht und sie haben da gemacht und das ist ja jetzt auch nicht unbedingt so, dass die kleine Stückzahlen haben. Dabei ist ja egal, ob Zahnersatz gewisse, in den Prozessen rund ⁓ Zahnersatz, da gibt es ja mehrere Dinge, wo der 3D-Druck speaker-0: Also die haben… speaker-1: Anwendung findet oder halt im Bereich Luftfahrt vor allem aber auch Raumfahrt und wenn man dann sieht dass SpaceX mit den ganzen Satelliten die da oben im All sind, ich glaube SpaceX hat jetzt über 10.000 Satelliten in letzten fünf Jahren glaube ich vielleicht 24 will ich mir jetzt nicht genau sagen aber eine sehr kurze Zeit und die 10.000 Satelliten haben alle 3D Druckteile drin und die Raketen die die da hoch gefördert haben auch speaker-0: Ja speaker-1: Und die würden das ja nicht tun, wenn das nicht irgendwie besser wäre, wie andere Technologien.
Die haben sich natürlich aufgrund von einer Menge Geld dahin entwickelt. Aber sie würden es heute nicht tun, wenn der Mehrwert nicht da wäre. Und das ist immer noch das, was ich bei vielen Unternehmen immer noch in Anführungsstrichen vermisse. Sie stecken ihr Geld innovationstechnisch in Software, in KI, was auch alles richtig ist. weil sie glauben, da Mehrwert zu bekommen. Wird mit Sicherheit auch so sein.
Aber eigentlich müssen diese Unternehmen genauso nochmal so ein Budget in 3D-Druck stecken, weil das ist einfach noch eine Technologie der Zukunft, perspektivisch einfach nochmal andere Möglichkeiten schafft. So wie wir heute über KI denken, in Zukunft, was, wie wird KI uns, unseren Arbeitsplatz, all diese Dinge verändern, ist auch 3D-Druck. Wird Fertigungsprozesse und ähnliche Dinge für die Zukunft verändern.
Ich kann mich jetzt darauf verlassen, dass andere den Job machen und ich spring irgendwann auf das fertige Pferd auf, weiß nur, dass es funktioniert, verstehe aber den Hintergrund nicht. Und ich bin halt nicht der Markt, der den Markt früh setzt und damit gibt es ja immer so Markendinger, Taschen, also Tempo, Knipex, was weiß ich noch, für Namen, Tupper. Das sind ja keine Namen, weil das andere nicht auch machen, sondern die Tupperdose als Tupperdose, egal wer sie herstellt. speaker-0: Weil Tupperware die ersten waren, die es halt hinbekommen haben in Hinsicht. speaker-1: Ja, und das ist dieser Marktwert, den man erreichen kann, wenn man etwas schafft, den vielleicht viele auch noch unterschätzen, dass man wirklich First Mover ist in dem Bereich, seine Vorteile hast.
Natürlich wird es irgendwann Kopien geben. Natürlich. Es wird irgendwann einer kopieren. Man sieht es am FDM-Stratasys, die Patente 2008 oder 2010 irgendwann in der Ecke ausgelaufen. Dann kamen die ersten, die FDM nachgemacht haben und man sieht dann aber immer noch zwischen Patent läuft aus zu ich würde mal sagen der erste Moment so 2019, wo Prusa den ersten kleinen unter 1000 Euro FDM Drucker rausgebracht hat, der so einigermaßen gut oder gut funktioniert hat.
Das waren immer noch über zehn Jahre. Zehn Jahre Vorsprung. Man muss sagen, der Zertifizierung und Qualifizierung wird Stratasys im FDM-Bereich einfach auch immer noch auf der Welt Marktführer bleiben. Was sie halt nicht können aufgrund ihres Know-Hows und ihres Levels ist mal eben so eine Maschine für 800 Euro bauen, weil da ist Null Zertifizierung, da ist nichts, das ist einfach… speaker-0: Ja. speaker-1: Es funktioniert, aber das ist gewisse Frage des Anspruchs. speaker-0: Ich sehe es halt auch so, viele Unternehmen, sagen, ja, aber das funktioniert bei uns nicht, … die glauben auch immer sehr speziell zu sein.
Aber da draußen gibt es, … … und da lege ich meine Hand dafür ins Feuer, … Maschinenbauunternehmen und produzierendes Gewerbe, … die sind alle gleich. Es ist immer überall das gleiche. haben die gleichen Probleme, haben die gleichen Teile entsprechend. Das ist nahezu überall gleich. Also wenn man jetzt so oft unterwegs war, wie ich jetzt bei Potentialanalysen, es ist immer dasselbe. Ich weiß, wo ich reinlaufen muss, ich weiß, wie viele Anwendungen ich dort finde.
Ich weiß, dass das der nächste Einwand ist. Ich weiß, wie ich den Einwand handhabe. Ich weiß auch, wenn der loslegen will, was als nächstes in der anderen Abteilung passiert. Ich weiß, wie ich… Das ist eigentlich… Wenn die immer glauben, sie sind so speziell… Also jeder, das jetzt hört, so speziell seid ihr gar nicht. Also ihr glaubt nur, dass ihr das seid. speaker-1: Frag mal jemanden, ERP-Systeme in Unternehmen einführt. glaube, die hören auch.
Also jedes Unternehmen glaubt, dass es speziell wäre. Also ich würde auch mal sagen, die Unternehmen sind ja auch nicht gleich und da ist auch ein anderes Know-how. Aber gewisse Prozesse oder gewisse effektivere Arbeitsweisen. Man würde ja kein Lean-Management aufbauen, wenn die Unternehmen alle speaker-0: Das ist gleiche. speaker-1: gleich, anders, man würde kein Lean Management als Methode aufbauen, wenn die Unternehmen so unterschiedlich wären, dass man das Lean Management nicht auf die Unternehmen anwenden kann.
Ja und so ist mit dem 3D Druck auch, du gehst irgendwo hin und findest das, weil du weißt, du hast die Erfahrung und du weißt was du tust und du gehst schon rein, du brauchst ja im Prinzip, es wiederholt sich ja in gewissen Bereichen, du kennst deine Fragen, du weißt genau, habt ihr den Prozess, wunderbar, haben wir was. speaker-0: Ja. speaker-1: Du bist vor einem Foyer. Du hast das Unternehmen noch gar nicht gesehen.
Da kommt der Betriebsleiter rein, du fragst ihn fünf Fragen und sagst wunderbar, da haben wir was. Habt ihr das, habt ihr das, habt ihr das, habt ihr das? Okay, okay, okay. Potenzial in der Abteilung, in der, in der. Und da könnt ihr das, und da könnt ihr das. Du brauchst den Betrieb noch nicht mal sehen. speaker-0: Ja, ich sehe es meistens schon, wie die Person vor mir steht an der Körperhaltung, was ich als nächstes sagen muss.
Es klingt jetzt so total, aber ich finde die Potenzialanalysen mittlerweile halt extrem langweilig, weil ich habe schon so oft gemacht. Ich weiß immer, dass ich irgendwas finden werde. Ich weiß, was der nächste Einwand ist. weiß… Also es klingt jetzt so… speaker-1: Das ist bei mir auch… Wenn ich irgendwo von Unternehmen höre, dass sie sagen, ja, wir machen 3D-Druck, ja, ist okay, ich will euch ja nichts wegnehmen.
Aber wie viel 3D-Druck macht ihr denn und wo setzt ihr es ein und könnt ihr alles abdecken? Und dann kommt immer, ja, wir können alles abdecken. Okay, also wisst ihr einfach nur nicht, was ihr noch könnt. Ein Drucker und ein Verfahren und ihr benutzt PLA oder PETG oder so und ihr könnt alles abdecken, was 3D-Druck bei euch im Unternehmen Wertschöpfung erzeugt. Ja, ja. Ja, okay, also habt ihr euch noch nie damit beschäftigt.
Auf der anderen Seite sehe ich es halt auch immer wieder, dass dann irgendwann von der Geschäftsführung entschieden wird, da gibt es dann irgendwo da von irgendeinem externen Einkaufsberater, da werden ständig 3D-Druckteile eingekauft und dann kommt irgendjemand auf die glorreiche Idee, ja dann können wir uns ja einen 3D-Drucker kaufen, dann… Also der 3D-Drucker! So der… speaker-0: Der gibt’s grad ganz günstig in einem Angebot zum Halloween Aktion. speaker-1: Ja genau, und der 3D-Druck besteht ja nur aus dem 3D-Drucker FDM und nur dem Material PLA. weil wir ja nicht verschiedene Technologien wenn das alles damit erschlagen würde.
Und dann kommt jemand auf die Idee, ja das ist ja alles 3D-Druck, ist ja alles das gleiche und dasselbe. Und dann kaufen wir uns so einen Drucker und dann brauchen wir nichts mehr extern bestellen. Und dann sitzen da die Leute, es machen müssen und sagen, ja wir haben ja nur so einen PLA-Kiste, aber wir sind von der Geschäftsleitung oder von wem auch immer angewiesen worden, wir dürfen nichts mehr extern kaufen.
Weil wir haben jetzt einen eigenen 3D-Drucker, sonst fragt der Chef immer, ja wir haben doch jetzt so ein Ding, warum kaufen wir immer noch so viel zu? speaker-0: Ja, das ist wie mit den, ich sag mal, wir haben selber einen 2D-Drucker und deswegen lassen wir bei Flyer-Alarm oder so was nichts mehr drucken. ist total… Also, wir wissen ja alle, wo das in etwa hingeht in der Thematik. Also von dem her, es ist nur, ich nenne das so ein Stück weit, es ist so eine Skala.
Die glauben schon bei 10 zu sein, der Nummer, also wenn die Skala von 1 bis 10 geht, in denen ihr am Kopf, und dann sehen sie, was mit 3D-Druck noch möglich ist. Dann geht die Skala halt bis zu, ich sag mal, 100.000 und dann sieht man erst mal, wie klein man dort eigentlich ist und wie viel man mal nicht gemacht hat. Nur das sehen die nicht. ich würde ja genauso reagieren, wenn ich in denjenigen Situationen bin.
Also ich würde es ja ähnlich verstehen. Aber wenn ich es verstehen würde, dann würde ich am Telefon sowas nicht sagen, weil man weiß, dass es Quatsch ist, wenn man einen Drucker hat und dann, man hat ja auch einen Backofen und es ist nicht gleich eine industrielle Bäckerei. Ich glaube, dass sich manche auch vorstellen, aber vielleicht sind es auch die, die noch bisschen brauchen, ⁓ loszulegen.
Aber dafür gibt es ja Messen, ⁓ sich ein bisschen zu informieren, was so die nächsten Schritte sind. speaker-1: Messen und Events, wobei man natürlich auch sagen muss bei Events, einiges ist natürlich auch von den Events FDM geprägt, weil wenn zum Beispiel jemand Bambouleh Prusa oder sowas einsetzt, ist für ihn auch erstmal informationstechnisch das Interessante in diesem Bereich zu bleiben, als gleich schon wieder was Neues zu lernen.
Auf der anderen Seite Ja, wir haben ja verschiedene Messeformate, wobei ich sagen würde, da gibt es ja auch, ob sie in Zukunft noch bestehen werden. Da werde ich mal ein Fragezeichen dran machen. speaker-0: Die einige weg, Thorsten, speaker-1: Davon gehe ich aus, genau so wie du sagst. Also Konsolidierung im Markt und es wird auch in diesen Veranstaltungen. Die Leute, es gibt einfach die Unternehmen haben weniger Personal, sie stellen weniger frei, es ist aktuell alles kostenoptimiert.
Das heißt sie besuchen auch nicht mehr jede Messe, dann sind sie vielleicht, wird erlaubt einmal im Jahr irgendwo noch teilzunehmen oder zweimal im Jahr. Dann weiß ich zum Beispiel die Rapid Tech, die in Erfurt stattfindet. Es tut mir leid für die Messe. Ich habe sie auch nicht mehr besucht. Es war ein trauriges Bild, nachdem ich es gesehen habe, aber ich habe sie nicht mehr besucht, weil ich geahnt habe, was passiert. glaube, letztes Jahr war ich noch da.
Es ist leider eine Universitätsstudierenden, wissenschaftliche Mitarbeiter. Also für mich ist es ein wissenschaftliches Forum geworden und keine Messe schon mal gar nicht mehr. Es ist ein Forum. Es wurde vom VDMA versucht, auch Anwender und so weiter mit reinzubringen. Aber das ist so untergegangen bei den ganzen Themen. Also wenn du ein Flyer hast und du sollst dafür, weiß ich gar nicht mehr, wie viel es gekostet hat, zwischen 500 bis 800 Euro für eine Karte, für wissenschaftliche Ausarbeitung und wissenschaftliche Arbeiten, die da präsentiert werden.
Und dann fragst du dich… Ich, mein Dienstleister, nehmen wir mein Kundenspektrum, was ich so habe. Wem von diesen Unternehmen könnte das Thema da interessieren, was sie vorgetragen haben? Ich wüsste spontan niemanden. Sorry to say, vielleicht kriege ich dafür jetzt Bashing, aber die haben es nicht bekommen. Sie wollten es, aber ich bin mir nicht sicher, ob sie noch zwei Jahre überleben. speaker-0: Das sehe ich bei anderen Events auch so, wenn auf einmal dann Leute Marketing machen, die von Marketing noch nie was verstanden haben und es dann auf einmal so cringe ist, dass man sich denkt, das ist dann wie ein Autounfall, man kann dann auf einmal nicht mehr weggucken.
Aber ich sehe eines, was sehr speziell ist in diesem ganzen Event-Format und zwar, wenn es heißt, da gibt es irgendein Event, wo es ⁓ 3D-Druck geht. Wer geht dort natürlich hin? Die Bubble selber. Wer ist dort vor Ort? Die Leute, die sich aus der Branche treffen in der Hinsicht. Und das ist ja auch okay. Nur, das werden in Zukunft nicht mehr allzu viele sein, weil viele diesen Markt verlassen haben.
Auch viele Mitarbeiter, die bei Unternehmen gearbeitet haben und so weiter. die Gruppe ist nicht mehr groß. Nur der andere Punkt ist, wenn man nicht genügend Teilnehmer aus anderen Bereichen kriegt, jetzt aus produzierendem Gewerbe, der Industrie, Medizintechnik, Luftfahrt, vielleicht auch bisschen Marine noch ein bisschen mit drinnen, was ja ein Stück weiter ein Hype war und so weiter, dann dann trägt man die falschen Botschaften nach außen.
Man kann nicht einfach nur sagen, man macht ein Event und nimmt diese Themen und kriegt dann keine Besucher und sagt dann, es war ein geiles Event, es ist halt keiner gekommen, vielleicht waren die Themen auch einfach nicht die richtigen. speaker-1: Ich kann vielleicht kurz an der Stelle anti sagen, offiziell ist das noch nicht raus, aber 8.9. werde ich wieder, ich habe das vor zwei Jahren gemacht, so ein Open House, ich weiß noch nicht, wie ich es genau nenne, aber wird bei mir wieder stattfinden in Attendorn, da waren letztes Mal 70 Leute und es wird ⁓ praktische Anwendungen gehen. auch die Vortragenden, die ich einlade, es geht nur darum, das praxisnah zu machen.
Das wird keine Verkaufsveranstaltung, das sage ich auch allen. Und es geht nicht darum, dort die großen Abschlüsse jetzt zu machen, sondern die Leute schlau zu machen, damit die bei sich erkennen, wo 3D-Druck eingesetzt wird. Und das hilft dem gesamten Markt. ist ja auch das, du hattest das mal kurz gesagt, werde ich jetzt hier aber auch nicht weiter. Ich mache noch so einen zweiten Podcast, den ich selber gestartet habe, wo ich auch auf die Anwendungsebene zurückgehe.
Weil ich da einfach glaube, dass das Potenzial dann noch gigantisch ist. AM Forum Berlin zum Beispiel ist auch nur noch eine Bubble, die … die unter sich ist. speaker-0: Manche dürfen schon gar nicht mehr hin, habe ich mitbekommen in der Hinsicht. speaker-1: Ja, ist einfach trau… wir brauchen… also das eine ist, ich bin da immer mit so zwei Herzen dabei. Auf der einen Seite, auf der einen Seite brauchen wir ja eine gewisse Präsenz im Markt und mit Veranstaltungen. speaker-0: So, jetzt bist du wieder da.
Genau. speaker-1: Jetzt ist auch das Bild bei mir anders völlig. Ja, vorher war so breit und jetzt ist es egal. speaker-0: Okay. Egal, aber ich sag mal so, ⁓ jetzt vielleicht nochmal einzusteigen. speaker-1: Ja, werden jetzt klar, also für alle die wahrscheinlich die jetzt einen Schnitt gesehen oder gehört haben oder wie auch immer, wir hatten gerade mal irgendwie kurz in der Aufnahmentechnisches Problem. speaker-0: Glück, klappt alles im 3D-Druck.
Genau. Aber ich lasse dich weitersprechen. speaker-1: Ja, Jetzt, ich hab den Faden durch die Störung gerad, hab ich ⁓ den Faden verloren. speaker-0: Ja, aber wir waren bei dem Thema Messen und bestimmte Formate entsprechend. Ich wollte noch was zu deinem Event sagen, was du vor, ich glaube, vor zwei Jahren gemacht hast. Ja. In dem Fall und jetzt wieder vor hast zu machen. Was doch eine wichtige Info ist, die Leute kommen nicht wegen 3D-Druck zu dir.
Die kommen, weil sie ein Problem haben bezüglich ihrem Lager, Lieferketten, Kleinserien und so weiter und so fort. 3D-Druck ist das nur das Werkzeug am Ende des Tages. Deswegen ist es bei dir auch so eine extrem interessante Veranstaltung gewesen, weil 3D-Druck war das Werkzeug, aber alles, drum rum war, war dieses wie löse ich folgendes Problem clever. Wie kann ich bestimmte Themen konkret angehen und was hält mich dabei noch zurück?
Und das fehlt mir. muss ich ganz ehrlich sagen, bei vielen Veranstaltungen mittlerweile. Das Framing ist immer 3D-Druck, 3D-Druck, 3D-Druck. Es sollten andere… Kommunikationswege nach außen gewählt werden und auch andere Botschaften, dann kommen auch andere Leute, anstatt die die Bubble sich dort wieder selber trifft und man dann die Person entfragt, wen hast du denn getroffen? Ja eigentlich alle kenne ich schon, da waren aber zwei neue dabei und dann springen alle auf die neue, wie bei so einem einer Diskothek, die am Wochenende eigentlich alle Singles da drin schon kennt, dann kommen zwei neue und alle gehen da drauf, so in der Richtung.
Also ich habe jemand Neues und so weiter und so fort. Also so nehme ich das ein Stück weit wahr und ich Ich hoffe, dass sich’s verändert. Es hat aber in der Vergangenheit sehr stark dazu beigetragen, dass auch vieles Gutes passiert ist in der ganzen Branche bei uns. Nur die Branche hat sich verändert und dann muss sich auch so eine Veranstaltung verändern. speaker-1: Ja, es ist auch viel in der Vergangenheit, wenn du überlegst, sagen viele, ja, wir haben dann Anwendungen gezeigt.
Ja, das war dann eine spezifische Anwendung. Ich glaube, das hatten wir auch schon ein paar Mal hier in Podcasts. Die zeigen dann eine Anwendung, die für einen Kunden betiteln, aber nicht oder benennen nicht. Was war das Problem? Was war die Aufgabenstellung und warum war es eine Lösung? Und jedes Unternehmen hat dann an der Stelle ja doch ein bisschen anders gelagert, Problem. Und da muss man, da darf man nicht einfach auf so einen Use Case oder eventuell nur ein Showcase, dann das als Anwendung verkaufen und dann glauben, dass die Leute dumm sind.
Ja. Ja, und das dann einfach annehmen. speaker-0: Also Marketing funktioniert ja immer am besten. Wir bringen den Dienstlastern ja bei. Wir haben einige Hersteller jetzt bei uns in der Beratung. Und die Dinge, die wir gemeinsam machen, die funktionieren echt super. Aber Marketing funktioniert immer von links nach rechts. Danach gibt es ein Matching und es gibt kein Matching. Vom Problem zur Lösung.
Wenn man nur die Lösung zeigt, dann ist das Problem nicht da. Und wenn das Problem nicht da ist, dann entsteht auch keine Lücke und dann ist auch kein Bedarf in der Hinsicht. Alle sagen immer, ich … speaker-1: ZS. speaker-0: Viele sagen immer, sie finden den Bedarf beim Kunden nicht. Ist auch klar, wenn du keine Probleme kommunizierst. hat irgendein Verein, ich weiß nicht mehr ganz genau, großes Dokument rausgebracht mit ganz vielen Anwendungen.
Das Dokument ist super. Es versteht nur keiner. Es versteht nur keiner, weil kein Problem genannt ist, was dieses Werkzeug, 3D-Druck, in diesem Zusammenhang konkret für eine Herausforderung im Unternehmen gelöst hat. Würden wir weniger über Technik reden, würden wir mehr über diesen normalen Marketingprozess reden. Früher hat die Branche auch kein Marketing machen müssen, weil es war ein Hype, das sind einfach alle gekommen und man hat geglaubt, dass das, man macht, eigentlich funktioniert.
Dabei hat man sich für etwas gefeiert, was nie funktioniert hat, was nur von dem Markt selbst herangetragen worden ist. Und ich glaube, das sehen jetzt ganz viele, dass ihr Marketing einfach grundlos schlecht ist, da viel Geld ausgegeben worden ist. Und dann meinen sie, Technik sei nicht die richtige. Dabei ist die Technik die richtige, aber es wird falsch verkauft in dem Fall. speaker-1: Aber am Ende, das ist ja, wenn wir da mal in die Zukunft blicken und ich vergleiche immer, das habe ich auch schon ein paar mal, diese Gardener Hype Cycle für verschiedene Technologien und wir haben ja immer diesen Aufstieg, Fall ins Tal und dann diesen langsamen Anstieg auf das Plateau der Produktivität.
Im Bereich Prototypen sind wir schon Jahre. auf diesem Plateau der Produktivität, also wo die Technologie sinnvoll entangewendet und skaliert wird. Und wir hatten jetzt mit dem ganzen Fall der ganzen Konsolidierung im Prinzip, wir waren ja in diesem Tal der Tränen und sind jetzt langsam aus diesem Tal der Tränen raus und sind auch in diesem Serienbereich. Da sind wir jetzt auf dem Weg auf das Plateau der Produktivität.
Das liegt an Materialien, Kosten. Da haben natürlich auch diese ganzen Desktop-Applikationen, haben dafür gesorgt, dass es so langsam klar ist, was kann man machen. Ich sehe aber da einen zweiten Schritt. Viele haben jetzt angefangen, zum Beispiel FDM zu skalieren mit den ganzen Printfarm. Das ist aber noch nicht das, wo ich sage, das ist das volle Plateau der Produktivität, sondern das ist der Anstieg, weil das haben die Unternehmen im Betrieb, das kostet nicht viel Geld, da ist der Einstieg, das ist so ein Low-Level-Entry.
Aber das ist ja auch technologisch ist der FDM 3D Druck ja nicht der High-End. Also das High-End-Applikationen sind damit ja nicht möglich, weil das Material das meistens auch nicht kann. Es gibt ein paar Sonderanwendungen, paar… Wenn man mal ein bisschen PEEK druckt oder so, dann ist das auch alles fein. Aber auch das PEEK Zeug ist im FDM ⁓ Ja, es ist immer so eine Frage zwischen Belastung und wenn die Geometrie im FDM funktioniert mit einer hohlen Struktur, denn sage ich auch, dann kann man das Bauteil irgendwie verschlankern, verschmalern, weniger Material verwenden und dann ist der gleiche Materialanteil auch im SLS. speaker-0: Die haben jetzt alle gelernt, auf FDM zu konstruieren.
So in der Richtung, weil man muss es ja immer auf eine Bauplattform legen, dann ist unten immer irgendwas flach. So in der Richtung, jetzt tut man sich schwer, in die nächste Technologie reinzukommen. Aber wenn wir bei dem Thema noch kurz bleiben, natürlich ist es, es war noch nie so einfach, innerhalb kürzester Zeit mit dem Thema FDM erfolgreich zu sein im eigenen Unternehmen. Drucker einstecken, Karton zusammenfalten, loslegen, man hat seine ersten Teile rausgekriegt.
Früher war das noch ganz anders, wenn man das so sagt. Jetzt meint man, umso mehr Drucker man kauft, umso produktiver wird man. Auch hier gibt es eine extreme Grenze. Außerdem hat es noch nie funktioniert, dass ein Konstruktionsmitarbeiter eine Fertigung in der Konstruktion aufbaut. Also jeder Geschäftsführer, der das eigentlich sieht, Leute, guckt mal, was eure Mitarbeiter von Quatsch machen.
Also das hat damals nicht funktioniert, wird heute auch nicht funktionieren. Vor allem, wenn man den Wille hat, es zu skalieren dabei. Ich sage nicht, dass FDM schlecht ist. finde, ist eine absolut geile Technologie. Es kommt immer nur drauf an, was ist dein Einsatzfall. Und viele sehen 3D-Druck als Einsatzfall nur FDM und nicht FDM. speaker-1: Es wird monoton gesehen, weil es gerade eine günstige verfügbare Technologie ist, aber sie missverstehen, dass diese eine Technologie mit den zwei, drei Materialien, die dann meistens verwendet werden, dass sie einfach nicht alles löst.
Sie ist für viele Sachen gut. Vor allem, da kommt kaum eine andere Technologie dran, so im Bereich Vorrichtungsbau. Hilfsmittel, betriebliche Hilfsmittel, Anschauungsmodelle an vielen Stellen. Perfekt! Schnell über Nacht, and Play. Auf der anderen Seite muss man … Vielleicht würd ich da noch mal wieder so bisschen die Prognose wie KI … Am Anfang, wo OpenAI rauskam, haben alle gedacht, sie können Texte damit schreiben und alles.
Und irgendwann hast du dann gemerkt, … Wir nutzen ja auch du wie ich, benutzen auch alle KI, um gewisse Dinge … roten Faden reinzukriegen, noch mal zu strukturieren und so weiter. ich bin auch so weit, auch wenn es noch mal Zeit kostet. Ich … mir die Texte nochmal an und verfeinern. Wer glaubt zum Beispiel aus einer KI nur weil sie einen Text generiert ist das schon das beste Ergebnis und das ist für alle.
Man muss mit der Technologie lernen. Meine KI trainiere ich auch immer wieder, dass sie meinen Sprech übernimmt und und und. Also einfach nur von vornherein so eine KI nehmen, prompten, einsetzen und dann morgen alles mit KI zu machen so nach dem Motto, entscheide selbst, da gibt es ja so Meme. kommt so eine Dame rein hier, der hat unsere Unternehmen verkauft und hat das alles verkauft und das alles und dann sagt der Typ da irgendwie, ich weiß nicht mehr so genau, krieg nicht hin, aber wer es gesehen hat weiß was ich meine und dann sitzt der Typ an seinem PC und sagt ne ne, ich hab das alles über meine KI gemanagt und die KI hat dann halt gemacht und getan und das was für das logisch fürs Unternehmen das Beste war ⁓ den größten Profit zu holen ist alles zu verkaufen, Profit einzusammeln fertig ja also speaker-0: Das ist wie die Christbaumkanone, wo dann die Reporterin fragt, was hat das für einen Sinn dahinter?
Ja gut, weiß ich jetzt auch nicht. Ich habe das Gefühl, dadurch, dass FDM jetzt so populär geworden ist, ist es ähnlich wie in der KI. Die dummen Ideen gehen einfach durch die Decke. Wie viel ich mitbekomme, dass sich manche im KI-Thema irgendwelche Prozesse aufsetzen, allein schon der Prozess ist scheiße. Allein schon, dass man das überhaupt mit KI drüber nachdenkt, das zu machen. ist schon Blödsinn.
Genauso ist bei manchen 3D-gedruckten Teilen auch. Da versuchen die Teile zu drucken, die absolut überhaupt keinen Sinn ergeben, aber man kann es am Ende des Tages halt einfach. Was wieder einen positiven Effekt hat, weil man wenigstens was macht. Früher haben die wenig gemacht, jetzt machen sie mehr. Jetzt müsste man den Leuten eher helfen, nächste Stufe zu… zu erklimmen, um sich entsprechend weiterzuentwickeln.
Aber ich bin genau gleicher Meinung. Bei manchen Anwendungen sind wir noch im Hype. Bei manchen Anwendungen sind wir schon längst auf dem … Plateau der Produktivität. … … … … sag mal, wenn es draußen wieder kalt ist, … … dann wird es wieder ziemlich heiß in der Branche. Wenn Formnext ist. Sagen wir es mal so. Da ist es wieder andersrum. speaker-1: Ja, meine, zwei Sachen an der Stelle.
Ich glaube, dass dieser KI und 3D-Druck, also das Konstruieren Fusion hat eine Schnittstelle zu Claude. Wenn ich an das Handwerk denke, die nicht konstruieren können, aber vielleicht mit 3D-Druck Lösungen erschaffen. Ich glaube, ist für einfache Dinge, die brauchen dann Winkelchen, die können das gut beschreiben, Länge, Breite, Höhe. Ich brauche hier was, das muss mal eben gedruckt werden, damit ich da irgendwas machen kann. finde ich sowas alles bis jetzt ganz gut und das könnte unserer Branche auch helfen.
Ja, das ist das eine. Und das zweite ist, wo du sagst Formnext. sehe, wenn man mal sieht, Rapid TCT, USA, England, diese Messen gegenüber der Formnext, was wir hier haben an Messe, Formnext. Dieses Jahr nur drei Hallen, keine vier mehr. Die Hallen werden jetzt breiter. speaker-0: Finde ich gut, speaker-1: Meine Prognose ist jetzt nichts Offizielles oder so. Meine Prognose ist, die Stände werden ein bisschen kleiner.
Ich gehe davon aus, dass auch die großen Firmen einfach so bisschen Budgetkosten optimiert etwas kleinere Stände vielleicht nehmen. Ich vermute, dass so die Ausstellerzahl ähnlich hoch sein wird. Irgendwie so ⁓ 850 plus minus 20, 30. So in der Ecke wird es mit Sicherheit wieder rauslaufen. Aber nur in drei Hallen. Finde ich grundsätzlich nicht falsch. Weil vier Hallen für die Leute, nur einen Tag das besuchen, die kommen, also vor allem wenn sie ohne Plan kommen, die kommen durch die erste Halle durch und die haben die anderen drei gar nicht gesehen.
Beide denn das alles aufgenommen und ich sage ja immer wieder, du gehst da durch, du kommst mit einer Vorstellung und du gehst völlig irritiert. ist, ich erinnere mich immer damals, wo ich meine Küche gekauft habe, in meinem Center Küchenstudio. Riesenteil hier in Nordrhein-Westfalen, eins der größten in Nordrhein-Westfalen. Du gehst da rein. speaker-0: Ja klar. speaker-1: Du weißt genau was du willst und ich wo ich hier wo ich raus bin mit meiner Frau ich wusste gar nichts mehr.
Ich habe so viel gesehen ich habe das einfach nur das war brainwash keine Ahnung was das speaker-0: Das lassen wir, das brauchen wir nicht. speaker-1: Ja, und was ich aber sehe ist, dieses Potential der Formnext gegenüber allen anderen Messen, was man auf der Formnext sieht, sind Maschinen. Auf der Rapid TCT in USA, da stehen zwei Tische, selbst von den Global Playern von 3D Systems, Stratasys und keine Ahnung, die haben da zwei Tische, liegen ein Teile drauf, da ist eine Decke drüber geschmissen über den Tisch, dahinter ist ein Roll-Up und da ist der Messestand.
Und das sind alle das Normal, das ist normal. speaker-0: Und ein Roller. speaker-1: Das ist in England so, das ist in den USA und das ist die größte 3D-Druckveranstaltung in den USA. Das ist einer der weltgrößten. Das ist eigentlich auch wieder mehr oder weniger eine Bubble. Da trifft sich die Branche der USA unter sich. speaker-0: Man sieht mal, was wir Tolles eigentlich haben in Deutschland. speaker-1: Und die Formnext, auch da muss ich sagen, die Formnext ist, und deswegen sollten alle, die das hier hören, das Potenzial nutzen, geht zur Formnext.
Guckt euch das an. Bleibt aber mehr wie ein Tag, wenn es irgend möglich ist, weil das ist so groß, die Eindrücke, das ist so gigantisch. Aber was man da sieht, ist tatsächlich physikalisch, einfach auch noch mal Maschinen, das ist mehr Haptik, ist mehr Touch and Feel, da wird mehr ausgestellt. Nirgendwo auf der Welt, außer in China, diese Kooperation mit der Formnext. Aber wer will jetzt dafür nach China fahren?
Das tun nicht so viele. Aber in Europa, in Frankfurt, in der Mitte Deutschlands. Verdammt nochmal, was wir da haben. Nicht AM Forum, nicht Rapid Tech, keine Einzelveranstaltung. Das ist was da müssen wir nochmal irgendwie, da muss man hin und da muss man dran an diese Messe, weil das Potenzial, was wir da haben, das gibt es weltweit so aus meiner Sicht nicht mal so eben und vor allem nicht vor der Haustür. speaker-0: Ja, ja, ja.
Und wenn man doch das volle Potential nutzen möchte, dann sollte man nicht einfach nur hinfahren und ein bisschen gucken, sondern man sollte sich im Vorfeld informieren, was brauche ich, warum fahre ich da eigentlich hin, mit was will ich da mit nach Hause fahren, nicht nur mit ein paar Bauteilen und mit fünf Leuten gesprochen zu haben und total durcheinander zu sein. Das ist eher ein Fehler, was die Personen selber machen.
Aber dafür gibt es ja auch gute Lösungen. Es gibt ja auch auch zig Podcasts, wo ich da schon drüber gesprochen habe, wo wir schon drüber gesprochen haben. wie man doch am besten vorgeht. Es geht aus meiner Sicht in dieser ganzen Branche jetzt nicht mehr nur darum, was kann die Branche, sondern wie nutzt derjenige es wirklich für sein Unternehmen. Und die Vorteile, die man mit 3D-Druck bekommt, die sind ja auch geschenkt.
Man muss ja nicht mal viel dafür bezahlen, wenn man einen Wechsel der Technologie macht. Die Frage ist nun, nutzt du es? Oder nutzt jemand anderes vielleicht besser? Und was kostet es dich, wenn du es nicht machst? Das ist einer der größten Themen bei uns in der Branche. speaker-1: Der Schmerzpunkt ist noch nicht groß. das kommt, aber für manche zu viel. Wenn ich überlege, wie viel 3D-Druck gewisse Prozesse beschleunigen könnte, wenn das richtig eingesetzt würde, da ist auch noch viel Potenzial.
Wie gesagt, es sprengt jetzt den Rahmen, weil wenn ich da aushole, sind wir noch mal 10 Minuten beschäftigt. speaker-0: Alles komplett. Die wissen nicht, was sie nicht wissen. Das ist der Knackpunkt. Die sehen sich auf der Skala. speaker-1: Du meinen zweiten Satz vergessen und was sie nicht wissen, können sie nicht vermissen. Du kannst nicht vermissen, was du nicht weißt. speaker-0: Okay, okay.
Ja, genau. also der Knackpunkt ist, die sind in ihrer Skala von 1 auf 10 und meinen 10 ist das Ende. Dabei geht die Skala noch unendlich weiter. Jeder, der jetzt glaubt, dort alles zu wissen, ihr werdet ganz schön aus der Wäsche gucken. Wenn ihr die Anwendungen sehen würdet, die wir beide sehen, wenn wir beide durch ein Unternehmen durchlaufen, da könnte man vor allem heulend manchmal rauslaufen, wenn man sieht, was da noch nicht gemacht wird.
Und es funktioniert trotzdem, aber die Zeiten ändern sich. Und die meisten meinen ja immer noch, dass die nächsten zehn Jahre genauso werden wie die letzten zehn Jahre. Und das wird sich ganz stark verändern. speaker-1: Wobei die letzten sieben waren ja nicht gut, also… speaker-0: Die letzten 17 Jahre oder so was in der Richtung. speaker-1: Die zehn Jahre vor den letzten sieben oder sechs. ⁓ speaker-0: Wenn man immer noch dran glaubt, ist es jetzt sieben Jahre her, dass man da immer noch dran glaubt. speaker-1: 2019 fing das an, so Dieselgate von Audi, zweite Mal, Mitte 2019, wo die 2019 angefangen haben, diese WLTP-Zulassung, hat ja so die ganze Automobil- und diese industrielle Krise in Deutschland ja eigentlich begonnen.
Das ist jetzt sieben Jahre fast her. speaker-0: Ich kann mich noch an ein gutes Zitat erinnern von einem Geschäftsführer, bei dem habe ich eine Potentialanalyse gemacht. Er war mit in einem Gespräch mit dabei, beim kostenfreien Erstgespräch bei uns. Und es hat ihm sehr viel gebracht, hat er gesagt, das war wunderbar. Und am Ende hat er so die Hand gehoben, das ganze Gespräch über fast nichts gesagt, außer ich habe ihn direkt darauf angesprochen.
Und er hat selbst erst mal gesehen… wie viel Potenzial das Thema 3D-Druck noch hat in dem Unternehmen. Und er hat zu seinen ganzen Mitarbeitern in diesem Call gesagt, ich lasse es nicht zu, dass wir solch eine Technologieangst in unserem Unternehmen haben. Und es war damals dieser Startpunkt, dass die so viele Anwendungen gefunden haben. Und es geht nicht nur darum, dass jetzt irgendein Mitarbeiter sagt, hey, wir sollten das machen, sondern es sollte auf jeder Ebene sozusagen in so einem Unternehmen eine Überzeugung da sein.
Und der Geschäftsführer wusste auch nicht, wie das genau geht. Er wusste auch nicht, was alles auf die Zukunft kommt. Aber er wusste, was er verlieren kann, wenn er es nicht tut. Das ist der Knackpunkt dabei. Und seitdem arbeiten die hervorragend. Ich bin echt happy mit denen. Ein richtiger Leader, wenn man das so sagt. Richtig klasse. Wenn er das jetzt hört, Grüße gehen raus. Sehr schön. dem Fall.
Also dann würde ich sagen, sind wir soweit durch, oder? Ja. speaker-1: Dann schwitze ich auch mal hier zu Ende in unteren Dach in meiner Katakombe. Man muss sagen, die Sonne, haben jetzt, also Aufzeichnungszeit ist 14.30 Uhr jetzt, wo wir beenden. Samstags, ich glaube draußen haben wir jetzt 40 Grad und hier drin, mir rennt hier auch alles runter. Wer die Videoaufzeichnung zumindest gesehen hat, bemerkt, dass ich mir doch das eine oder andere Mal die Nase …
Putzen musste. so ein Zwischending zwischen Heuschnupfen und Klimaanlagen-Erkältung. Ich hab hier keinen, aber zu Hause und im Auto. ja, ist … Also, ich würd sagen, für alle, zugehört haben, egal ob im Auto, die nächsten Tage soll es wieder bisschen kälter werden. Wenn die Aufzeichnung veröffentlicht wird, ist es vielleicht schon wieder wärmer. weiß es nicht. speaker-0: Aller spätestens machen wir wieder eine Folge, wenn es draußen ein bisschen kälter ist, aber wenn die Themen wieder heiß sind. denke mal, auf jeden Fall bis zur Formnext werden wir noch mal eine Folge machen.
Ich glaube, da passiert noch bisschen was, da können wir noch bisschen drüber reden. Ansonsten gibt es wieder unser Review zur Formnext Messe, was unsere Eindrücke in dem Fall waren dabei. Alright, also danke fürs Zuhören. dem Fall Thorsten, cool bleiben. Jawoll, machen wir.
