Über diese Folge
In dieser Episode spreche ich mit Dimitri Kapetzke von MillStep, Hersteller von CNC-Fräsmaschinen aus Ostwestfalen. Wir reden darüber, wie 3D-Druck im Sondermaschinenbau eingesetzt wird, wo die Grenzen liegen und warum Konstruktion der eigentliche Schlüssel ist. Diese Folge ist Teil von Next Gen AM, einem gemeinsamen Format mit meinem Kollegen Johannes Lutz.
Takeaways
- 3D-Druck ersetzt CNC-Fräsen nicht, sondern ergänzt es dort, wo Fräsen technisch oder wirtschaftlich keinen Sinn macht
- Ohne fundiertes Konstruktionswissen bleibt jeder 3D-Drucker ungenutztes Potenzial
Chapters
- 00:00 Begrüßung und Vorstellung Dimitri Kapetzke
- 03:48 Hat 3D-Druck das Fräsen abgelöst?
- 06:32 Wie MillStep zum 3D-Druck kam
- 08:21 Warum Fräsen für die Abdeckung wirtschaftlich keinen Sinn machte
- 09:41 Der Moment, in dem 3D-Druck zur Lösung wurde
- 10:58 Wie sich der Blick auf 3D-Druck verändert hat
- 12:00 Wird das Potenzial automatisch erkannt?
- 13:45 Wertsteigerung durch 3D-gedruckte Bauteile
- 14:24 Vom Laser-Sinter-Zukauf zum eigenen Drucker
- 15:53 Der interne Entwicklungsprozess für neue Bauteile
- 18:17 Warum der Drucker „Schwarzarbeiter“ heißt
- 19:00 Ein Jahr aktiver 3D-Druck: Rückblick und Ausblick
- 21:26 Beispiel Werkzeugwürfel: Vom Problem zur eigenen Produktidee
- 24:02 Metall-3D-Druck und der Wettbewerbsgedanke CNC vs. 3D-Druck
- 26:36 Idee für 3D-gedruckte Düsen in der Minimalmengenschmierung
- 28:48 Wo 3D-Druck seine Stärken hat: das Individuelle
- 29:57 Was anderen Betrieben für den Erfolg mit 3D-Druck fehlt
- 32:19 Welche Services bräuchten Einsteiger ohne Konstruktionswissen?
- 34:23 Können vs. Wollen: Warum viele Probleme nicht angehen
- 35:20 Schnelle Eigenkonstruktionen statt teurer Suche nach Standardteilen
- 36:47 Beispiel: Distanzringe lösen ein Toleranzproblem in Minuten
- 39:55 Der Preisvorteil durch einfache statt hochpräzise Konstruktion
- 41:35 Wissen Kunden, wo 3D-Druck in den Maschinen steckt?
- 42:18 Wann würde MillStep auf einen externen Dienstleister zurückgreifen?
- 45:09 Wenn der Drucker mal nicht liefert: Wartungsplan und Lernprozess
- 47:55 Lernkurve Fräsen vs. 3D-Druck
- 52:06 Rat für Unternehmen, die mit 3D-Druck starten wollen
- 54:27 Was 3D-Druck für Dimitri persönlich bedeutet
- 55:53 Das beeindruckendste 3D-gedruckte Bauteil: das Logo-Relief
- 58:52 Verabschiedung
Torsten Wolschendorf / PROTOTEC
Link zur Webseite: https://prototec.de
LinkedIn Profil: https://de.linkedin.com/in/torsten-wolschendorf
Johannes Lutz / 3D-Industrie
https://www.beratung.3dindustrie.de/
https://de.linkedin.com/in/johannes-lutz-8598a6108
Dimitri Kapetzke / MillStep
https://www.millstep.de/
https://de.linkedin.com/in/dimitri-kapetzke
Transcript
Johannes: Willkommen zum NextScan AM Podcast. Mein Name ist Johannes Lutz.
Torsten: Ja, diese Folge ist eine Interviewfolge. Da geht's die Next-Gen-AM oder den Next-Gen-AM-Podcast, den ich zusammen mit Johannes Lutz parallel über seinen Kanal in der Vergangenheit auch schon gehostet habe und gemacht habe. Ich werd diese, also beginnend mit dieser Folge, auch alle zukünftigen Folgen des Next-Gen-AM-Podcasts auch hier bei mir über mein Stream hosten. Hier geht es dieses Mal ⁓ eine Interviewfolge mit Dimitri Kapetzke. Er ist ein CNC-Maschinenbauer. und ich bin Thorsten Wolchendorf.
Johannes: Gemeinsam sprechen wir über die aktuellen Themen rund ⁓ die 3D-Druck und additive Fertigungsbranche, über Menschen, Technologien, Anwendungen und vor allem über die Geschichte dahinter. Heute haben wir jemanden zu Gast, den die meisten wahrscheinlich bereits von LinkedIn kennen. Er gibt mit seinen Kurzvideos einen Einblick in seinen Alltag. Er baut CNC-Fräsmaschinen und nennt seinen 3D-Drucker den Schwarzarbeiter. Dimitri, bevor du dich gleich vorstellst
Torsten: Sondermaschinenbauer und nutzt halt auch den 3D-Druck für seine internen, für seine Maschinen, für gewisse Abläufe. Und es geht jetzt darum, obwohl er CNC-Maschinen an der Quelle ist und CNC natürlich auch außer Vergangenheit favorisiert benutzt und die die die Möglichkeiten dazu hat, geht es jetzt natürlich darum zu erfahren, wie er denn den 3D-Druck sinnvoll einsetzt, wo er ihn einsetzt und wie er dazu gekommen ist. Aus der Sicht viel Spaß und ja, wird eine geile Folge.
Johannes: Ich eine Frage an dich, und zwar die wichtigste Frage vom ganzen Podcast. Viele stehen vor einer CNC-Maschine und sagen, der 3D-Druck wird uns alle die Arbeit wegnehmen. Du baust Fräsmaschinen. Hat der 3D-Druck das Fräschen schon abgelöst, oder wie sieht es aus?
Dimitri: Kurz davor, kurz davor. ⁓ Gottes Willen. Im Gegenteil, mit dem 3D-Druck öffnen sich uns solche Möglichkeiten, allgemein im Maschinenbau, im Fräsenbau. Wir haben ganz andere Möglichkeiten jetzt durch den 3D-Druck zusätzlich bekommen. Nein, es ist eine wunderbare Ergänzung. Man kann dadurch viel bessere Produkte realisieren, aber dass es das ablöst, nein, Gottes Willen, überhaupt
Johannes: Also die müssen keine Angst haben. Wäre ganz gut, wenn du dich vielleicht in ein, zwei Worten noch ganz kurz vorstellst, wer du bist, was du machst, derjenige, der dich noch nicht kennt.
Dimitri: Ja, der Enke, der mich noch nicht kennt. Wir sind Millstep. Wir stellen CNC-Fräsenmaschinen her. Wir machen Sondermaschinenbau von der Konstruktion bis zur fertigen Maschine. Machen wir hier. Ich bin selber 41 Jahre alt. Mache das Ganze seitdem ich 19 bin und Fräsen quasi liegt schon im Blut bei uns und habe hier ein kleines Team, wo wir wirklich ganz, ganz viel im kleinen Team hier umsetzen und wirklich eigene Produkte hier. in Ost-Westfalen, in NRW bauen und in Betrieb nehmen, Ruckarbeit mittlerweile, in die Maschinenbetrieb nehmen. ja, das ist so unser Kern und das dokumentiere ich ganz viel auf Social Media, ganz viel auf LinkedIn und derjenige, mich noch nicht kennt, einfach Mil-Step mal suchen und dann.
Torsten: Wird man nicht finden, Ja, unabhängig davon, Mil-Step haben jetzt viele wahrscheinlich schon gesehen oder mal endlich irgendwo sind sie im Stream, bist du mit Sicherheit bei Maschinenbauern und Ähnlichem, die ja auch in unserer Branche tätig sind, aufgefallen. Und die haben vielleicht der eine oder andere hat einen Schwarzarbeiter auch mal gesehen. Aber da ist so für uns, wir sind ja so aus dieser 3D-Druckbubble.
Dimitri: Guck mal!
Torsten: Aber vielleicht kannst du mal ganz kurz erklären, wie bist du eigentlich so zu diesem Thema 3D-Druck eigentlich gekommen? Was war dein Input, wo du sagtest, das muss ich jetzt mal machen als Fräser, ich fräse meine Sachen nicht mehr, ich mache jetzt 3D-Druck.
Dimitri: Genau. Da gab es wirklich einen Startpunkt, wo wir gesagt haben, ey, jetzt müssen wir doch irgendwie … Eine hässliche … Das waren zwei hässliche Stellen, wo ich immer wieder Augenkrebs hatte an den Maschinen, wo der Übergang aus einem Blechteil über einen Panzerschlauch und dann wieder in die Energiekette rein. Das hat mir so nicht gefallen. Und dann dachten wir, also mein Bruder und ich hatten gesponnen, wie Blech hin und her kannten, wie kann man das verkleiden.
Im Endeffekt fiel dann so, jetzt reicht es, jetzt wollen wir uns einen 3D-Drucker und dann probieren wir es mal aus. Weil, da wir selber entwickeln, konstruieren und die Teile uns selber komplett ausdenken, die Maschinen, wir bauen, kann man nicht einfach irgendeinen Bauteil zum Lohnfertiger geben, sondern man muss das Teil selber herstellen. Und das war quasi die Geburtsstunde des Druckers. Dann haben wir geschaut und geguckt und dann haben wir uns wirklich den ersten geholt und die ersten brauchbaren Teile.
Das ist das Teil auf der Seite. 0 auf 15 Deckel, Käppchen. Aber man sieht schon, da ist schon Know-how hinter, weil mein Bruder eigentlich aus dem Spritzkuss-Formbau kommt und der bei uns dann externe Konstruktionen macht. Ist schon einiges. Ich würde definitiv länger dran sitzen als er. Und da haben wir und hier sieht man den Ausbruch, wo die Energiekette reinkommt und hier unten in den Deckel kommen dann die Kabel durch.
Ganz simpel, super einfach, aber dafür sieht das Ganze in sich so abgeschlossen und so einfach top aus. Durch die blauen Bleche, blauen Kunststoffteile hat man da gar keine Übergänge, fällt keiner auf.
Torsten: Aber was war, ich meine du hast ja gesagt du wolltest diese Lücke schließen. Du hättest ja jetzt auch ein Aluminium Frässteil machen können. Was hat dich zum 3D-Druck motiviert?
Dimitri: Ja, da ich ja nicht nur entwickle, sondern ich muss sie auch verkaufen und ich muss auch meine Mitarbeiter bezahlen und von daher muss man auch wirtschaftlich denken und irgendwie die Kosten im Rahmen behalten und von daher so ein Teil aus Alufräsen rein als Abdeckung, was wir jetzt hier drucken, das steht in keinem Verhältnis. Nein, ⁓ Gottes Willen, das kann man nicht bezahlen, das wird kein Kunde bezahlen.
Sogar wenn ich das schön verkaufe und sage, hey, das ist aus Edelstahl oder hey, das ist aus Alu eloxiert. Trotzdem wird es keiner kaufen. muss irgendwo ein Verhältnis da sein. Und von daher, ideal, also 3D-Druck können wir uns richtig auslösen.
Torsten: Es gibt ja auch theoretisch fertige Lösungen irgendwo. Du hättest ja auch die Maschinen in dem Bereich umkonstruieren können oder irgendwas. Theoretisch, das ist ja so die Denkweise, die viele machen und wir wollen ja heute genau das mal rauskristallisieren. Was ist wirklich der Punkt, wo war bei dir der Punkt, dass du sagst, 3D-Druck ist meine Lösung? Es ist wirtschaftlich, es ist vielleicht auch einfach in der Umsetzung, es kann, was ich brauche. Vielleicht kannst du da nochmal drauf eingehen, was ist da…
Dimitri: Wir lieben es Normteile zu verbauen, wir lieben es Standardteile zu verbauen, weil damit kann jener arbeiten, falls irgendwann was kaputt ist, kann jeder Ersatz holen. Aber diese Übergänge, entweder sieht das hässlich aus, es passt einfach nicht hin, man kann was fertiges kaufen oder dieses letzte i-Tüffelchen, das kann man nur mit einem 3D-Drucker machen. Das heißt, man hat ein vorhandenes System. und dort irgendwie eine Kante, Abweckung, irgendwie Abschluss finden, das kann man nur mit einem 3D-Drucker, weil du willst ja nicht deine ganze Konstruktion umschmeißen, ⁓ diese eine kleine optische, nicht funktionale, sondern einfach nur eine optische Sache zu verschönern und da sagst du, nein, ich wechsle, ich tausche nicht meine 20 verschiedenen Bleche, meine bereits vorgeschriebenen Programme oder keine Ahnung was oder tausche da 10 Artikel aus, nein und somit haben wir eine Maschine oder eine Serie, die wir zum Beispiel bauen.
Und durch diesen 3D-Druck konnten wir so viele Ecken und Kanten zusätzlich verkleiden. Und von der Handhabung und vom Schutze, dass wir einfach… Das kriegst nicht mit einem anderen Fertigungsverfahren hin. Kann ich mir nicht vorstellen.
Johannes: Dann war das ja eigentlich so aus einer Note heraus, wo du gesagt hast, das kann man echt nicht sehen, da muss ich jetzt ja was anderes machen, alles andere ist zu teuer, wir müssen eine Lösung dafür finden. Wie hat sich denn so dein Blick als klassischer Maschinenbauer so auf den 3D-Druck dadurch verändert? Wie war das vorher und wie war es danach, nachdem du das Bauteil in Hand gehabt hast, hast du es draufgesetzt und hast gesagt, wow.
Dimitri: Ja zuerst war das ja einfach nur ein Ecken und Kanten verkleiden und optisch verbessern und vielleicht ein bisschen mehr Schutz reinbringen. Aber wo man dann das erste Teil in der Hand hatte, hat man sofort die Möglichkeiten, die Perspektive. Das habe ich heute morgen übrigens im Video auch gesagt. Je mehr du weißt oder je mehr du ausprobiert hast, umso breiter wird dein Spektrum und es wird einfach einfach wow, das erschlägt dir, was du alles damit machen kannst.
Abgesehen von den Abdeckungen, genauso Vorrichtung kann man damit machen. Hilfsmittel kann man damit machen. Schablonen kann man damit wunderbar machen. Das sind mittlerweile so viele Sachen, damit…
Torsten: Würdest du denn sagen, wer einmal so mit so Thema anfängt, normalen industriellen Umfeld wird immer weiter denken und immer mehr Möglichkeiten sehen? Glaubst du, das ist ein Automatismus, der zwingend oder zwanghaft entsteht oder ist das bei dir gerade so? Wie würdest du das einschätzen?
Dimitri: Ich habe mit vielen schon gesprochen, 3D-Drucker wirklich fast jederzeit ein 3D-Drucker Aber nicht alle nutzen diesen 3D-Drucker. Weil Problem ist, bei vielen konstruieren. Das Thema konstruieren. Wir machen, seitdem wir die Fräsen bauen, konstruieren wir selbst. Und ob ich jetzt ein Metallteil konstruiere oder ich habe den Vorteil, ich habe einen Bruder, der aus dem Spritzkussformbau kann, der kann mir wunderbare Gehäuse konstruieren, ist das für mich.
Ich war jetzt heute zum Beispiel beim Elektriker. Der kann zwar konstruieren, aber es ist nicht sein Fachgebiet. Und somit ist der Schwarzarbeiter bei ihm wirklich, er steht meistens in der Ecke, außer er macht sich dann ein paar Hilfsmittel, ein paar Vorrichtungen. Aber bei ihm ist das nicht so wie bei uns, dass wir wirklich da erkennen, was für ein Potenzial dahinter steckt. Dass wir wirklich komplette Produkte mit dem 3D-Drucker rausbringen, dass wir wirklich Problemlösungen nur mit dem 3D-Drucker schaffen, sondern für ihn ist das, bei ihm ist das eher … eingeschränkter zum Beispiel.
Aber wiederum ein anderer Automatisierungspartner von uns, bei dem ballern zwölf Stück da 24-7 durch. Das ist jeder sein Fachgebiet. Bei mir zumindest als Maschinenbauer, ich sehe jetzt nicht nur die Metallteile, nicht nur die Stahlteile, nicht nur die Messingteile, die bei uns eventuell irgendwo rein kommen, sondern wirklich auch Kunststoffteile, die da ihre Funktion haben.
Torsten: Würdest du für die Zukunft sagen, dass die Wertigkeit deiner Maschinen oder das, was ihr macht mit den Maschinen, es eine gewisse Wertsteigerung auch für eure Maschinen bedeutet?
Dimitri: Klar, alleine schon, da ich diese Übergänge von der Energiekette ins Blech so schön abgeweckt habe, dass da nie Spann reinkommt, von der Wartung her so komfortabel ist, dass ich diesen Deckel einfach runter nehme und kann meine Kabelage dementsprechend in zehn Jahren komplett tauschen, muss dann nirgends so fedeln oder mich da abquälen. Sondern das ist eine absolute Wertsteigung, definitiv.
Torsten: Ja, wie ist das? Du hattest ja gesagt, mit deinem Bruder, der macht die Konstruktion. Ihr habt jetzt die erste Abdeckung damals mit begonnen. Habt ihr die erst irgendwo anders gemacht oder habt ihr direkt einen Drucker gekauft, habt losgelegt und dann einfach gesagt, wir gucken mal was kommt. Also war da mehr Plan hinter oder war das mehr, wir starten mal.
Dimitri: 3D-Druck selbst machen wir schon seit vielen Jahren. haben einige Bauteile, die wir wirklich extern vergeben haben. wurden für uns, das ist dieses Laser-Sinter-Verfahren, wurden für uns einige Teile gefertigt. Funktionsteile für Werkzeugaufnahmen, wo die Aufnahmen dann am Kreisring gepackt werden, haben wir die aus Laser-Sinter-Teilen extern machen lassen. Und das lief auch seit vielen Jahren, bestimmt seit zehn Jahren, lassen wir die schon drucken. das war irgendwie nie Thema, uns die doch mal selber drucken, weil die so Schweine teuer sind.
Oder waren zumindest die Leser, sind da Drucker. Und wir kamen nie auf die Idee, dass ich mit einer, ähm, wie heißt die hier, PPPP, jetzt müsst ihr mir mal weiterhelfen. Genau, ein ganz normaler Bambu Lab, dass ich mit diesem Bambu Lab ebenfalls die gleichen Teile selber drucken kann. man nie drauf. Die wurden einfach immer rausgegeben, weil es schon immer so war. und Mittlerweile haben wir die auf zurückgeholt und machen das mit dem ganzen Bambu Lab bei uns.
Da gibt es viele
Johannes: Wie läuft das bei dir ab? Du spürst wahrscheinlich irgendwo Stress. Du hast irgendeine Idee, was passiert danach? Du hast gesagt, dein Bruder hilft dir dabei. Aber was ist der übliche Prozess, wenn du jetzt sagst, das sieht was komisch aus? Da muss es doch eine bessere Lösung geben. Wie gehst du da vor? Kannst uns mal ganz kurz mitnehmen in ein paar Schritten?
Dimitri: Das ist Beispiel dieser einfachen Verkleidung. Da sind die ganzen Jungs in der Halle bei uns am arbeiten und man geht vorbei und es fällt einem auf. Und dann sagt man, alle mal kurz Schäden liegen lassen, alles kommt mal her. Was haltet ihr davon, wenn wir hier so das zumachen oder hier diesen Knotenpunkt verändern? Wenn ich höre, kein Bock, dann lasse ich mich wirklich von denen auch beeinflussen und sage, okay, dann ist es unnötig.
Aber wenn ich dann höre, doch eine Zustimmung, wo die sagen, jo. ist interessant und dann gehen wir in nächste Instanz wo ich dann sage, hey komm jetzt müssen alle zusammen mal darüber nachdenken wie macht das Sinn, wo können wir die Befestigungspunkte nehmen, dass man wirklich schon Fakten an den Fakten zusammenzählt und dann wirklich dann in die ersten Prototypen in den ersten Entwurf geht und dann werden jetzt Konstruktion gemacht meistens die ersten zwei drei Teile sind für die Tonne aber das ist ganz normal und nach dem zweiten dritten Versuch hat man dann irgendwann mal siehreifes Teil was dann sicher auf die Maschine kommt.
Johannes: Aber du machst das schon so mit. Also du sagst dann, okay, das erste Bauteil, drucken es, wir probieren es aus. Das ist nie das beste Bauteil. Dann machen wir das nächste, probieren es wieder aus. Weil du sagst, es muss eine Lösung sein, die passt. Weil es gibt ja auch durchaus Ingenieure, sagen, ich mache ein viereckiges Bauteil, mache zwei Löcher rein, hebt schon irgendwie. Dann hätte man es mit einem 3D-Drucker auch nicht machen müssen.
Sondern sieht man gleich, das passt nicht ganz. Ich finde es super spannend, wie du von diesem Stressfaktor oder von diesem Punkt, dass du sagst, das sieht ja irgendwie komisch aus. Dann sagst ⁓
Dimitri: In dem Prozess und das ist bei uns grundsätzlich nicht so, dass ich sage, jetzt machen wir das so, sondern man spricht das in der Runde durch und jeder kann sein selbst dazugeben und jede Meinung ist wichtig. Da wird halt aus vielen eine interessante Idee und dann entstehen halt wirklich klasse Teile aus den Schwarzarbeitern.
Johannes: der Schwarzer weiter.
Torsten: Ich meine, die sind so viele noch nicht gekommen. Also ich kenne nur Dunkelfabrik. das ist so bei mir in der Dienstleistung, sage ich immer, sind wir eine Dunkel oder ich habe eine lichtarme Produktion, weil die Dinge immer im Dunkel arbeiten. Aber es ja so dieses Schema Dunkelproduktion, wo dann gar keine Menschen mehr arbeiten. Aber Schwarzarbeiter finde ich auch okay.
Dimitri: Das war für mich der schwarze Arbeiter. Das ist derjenige, 24-7 arbeitet, wo der Gesetzgeber sagen würde, das darfst du aber nicht machen. ist nie krank, der hat nie Urlaub. Bester Arbeitnehmer.
Torsten: Wenn du jetzt so zurückblickst, wie lange hast du den Druck schon?
Dimitri: machen das seit einem
Jahr
Torsten: Wenn du jetzt mal das ein Jahr zurückblickst, wie hat sich das für dich verändert? Von der Geschwindigkeit, vom Lerneffekt? Und wie würdest du sagen, wenn du jetzt zwei Jahre weiterdenkst, was sind so die nächsten Ziele vielleicht? Ihr habt ja euch jetzt mit 3D-Druck mehr beschäftigt, habt ein Jahr jetzt intensiv eigen, also nicht nur externe Dienstleistungen, irgendwas zukaufen, wo vielleicht das Know-how noch nicht da war.
Ihr beginnt jetzt eigentlich noch mal ein zweites Level. zu erreichen. Vielleicht immer eine einfache Drucktechnologie, aber irgendwo entwickelt ihr euch ja. Wie würdest du es letztes Jahr beschreiben und wie siehst du den Weg für die nächsten zwei Jahre?
Dimitri: Ja, der Weg ist schon ist schon ist schon gelegt, schon gesetzt. Definitiv, weil zwei weitere Schwarzarbeiter sind schon auf dem Weg. Aber die Lieferzeiten sind irgendwie so schlecht bei denen. Das sind schon seit drei oder vier Wochen auf den zweiten warten. Da war ich ungeduldig. Jetzt haben wir noch einen dritten hinterhergestellt. Aber irgendwie kommen die nicht und kommen die nicht. Bei uns läuft der hier 24 7 und wir haben absichtlich oder ich habe jetzt absichtlich nichts extern vergeben. weil ich sehe da ganz viel Potenzial in dieser Technologie und wir haben mittlerweile schon einige Produkte, wir nur mit dem Drucker machen und tatsächlich vermarkten.
Nicht nur Maschinenteile, sondern wirklich komplette Bauteile oder komplette Artikel. Und die sind bei uns absolut wichtig und die müssen laufen. Ich sehe ganz viel Potenzial für die Zukunft, dass wir immer weiter, immer weiter, weil wir halt Wir verkaufen ja nicht nur eine Fräse, sondern wir verkaufen dem Kunden eine Lösung. sind Spannvorrichtungen, sind Werkzeuge, sind Spannmittel, ist Software, es sind zig verschiedene Werkzeuge dabei und wenn man jetzt einfach nur die Fräse nimmt, wo lag ich meine ganzen Aufnahmen, wo lag ich meine ganzen Fräser, wo lege ich meinen Messschieber hin an der Fräse, wo packe ich mein Handrad bei und da sind so viele Ecken und Kanten, die ich sehe, die man dem Arbeiter oder dem Werker an der Fräse deutlich komfortabler machen kann und dazu ist absolut dieser Drucker bestens für geeignet.
Johannes: Lass uns dann mal nochmal ganz kurz tiefer gehen. Was hast du denn so für Beispiele? Also am Anfang war es vielleicht ein Prototyp, den du gedruckt hast, ⁓ mal zu gucken, was läuft und hast du viel ausprobiert. Jetzt sind es ja schon richtige Produkte, jetzt ist es eine Kleinserie sozusagen. Was druckst du denn so? Hast du noch mal ein paar mehr Beispiele außer jetzt, ich sage jetzt mal, eine Abdeckung?
Dimitri: Abdeckung, wir nennen die die Werkzeugwürfel zum Beispiel. wir, Sekunde, ich mache die mal auseinander, das heißt die kann man so, klöpp, auseinander machen und nochmal klack, das heißt die haben an zwei Seiten Pinne, an zwei Seiten haben die Ausbrüche, wo man die aus einem einzelnen Würfel zu einer richtigen Batterie machen kann. Hier zum Beispiel hier 2×5, wo dann Platz für die HSK 25 Aufnahmen sind das.
Siehst du, die können wir auch kopfüber Die fallen nicht raus, aber ich kann die hier vernünftig rausklipsen und rausnehmen. Hier fehlen noch die Werkzeuge, aber die halten dementsprechend vernünftig eine Aufnahme und ich kann die unterschiedlich stückelen. Es gab ein Problem bei uns in der Werkstatt, das hat mich immer wieder angekotzt. Diese Aufnahmen, ein Schweinegeld kosten, flogen hier überall durch die Werkstatt und die sind rund, die rollen, die fallen, leichte Unebenheit, mal gegen gekommen und zack, liegt so ein Ding auf dem Boden, was über 100 Euro kostet.
Und es ist einfach nur schade, hat mich immer wieder angekostet. Und dann kam die Idee, wir müssen irgendein Lagersystem für diese kleinen Aufnahmen. Die großen wie SK 40, wie HSK 63, für die großen Gerhautungszentren, da gibt es solche Lagersysteme wie Sand am Meer. Aber nicht für diese kleinen, wo wir angesiedelt sind, für die HSK 25 oder für die SK 20, für die kleinen Aufnahmen gibt es nichts am Markt.
Zumindest nicht das, was uns gefällt. Und da haben wir uns angewagt und haben gesagt, hey, jetzt müssen wir was machen, damit wir da Struktur reinbringen und ordnen. weil es ist nicht nur uns. Jeder Kunde, bei uns mit den Maschinen arbeitet, das gleiche Problem wie wir, weil wir arbeiten selber auf unseren Maschinen auch. Und so entstand dann die Idee, lasst uns doch mal so ein Würfel oder so ein, irgendein Ding mal bauen und durch viel brainstorming, durch viel ausprobieren, ist im Endeffekt so ein Würfel entstanden, welches dann aus mehreren Teilen zusammengesteckt werden kann.
Und wie ihr schon paar Batterien, solche Werkzeuge, die wir verkauft haben, … wo die Kunden an unseren Konten sehen und sagen, … … ich habe genau das gleiche Problem wie ihr, … ich nehme ein paar Stück bei euch, … … ich dann eine Struktur und Ordnung habe. Und so entstehen dann durch Probleme, … die man selber in der Werkstatt hat, … … Lösungen, mit denen man dann den Leuten helfen kann.
Johannes: Hm? Hm?
Torsten: Ja, für mich ist einfach an der Stelle, du machst ja aktuell noch nur Kunststoff. Hast auch schon mal darüber nachgedacht, dir irgendwo Metall-3D-Druck oder ähnliches mal für die Zukunft einzusetzen oder ist bisher Kunststoff. Und dann, es bringt mich immer zu der Frage, CNC und 3D-Druck hat ja aus der Vergangenheit heraus durch gewisse Argumente, waren, haben ja so einen Wettbewerb irgendwann erzeugt, wo dann die CNC-Leute alle sagten, ja. irgendwann oder andersrum die 3D-Druckbranche, ihr braucht irgendwann nicht mehr fräsen, wir drucken alles.
Und die CNC-Fräsbranche sagte, wie wollt ihr das machen, ihr kriegt die Genauigkeit nicht hin. Ich sehe es heute, sind einfach Fertigungstechnologien, genau wie du, Johannes, haben wir auch schon oft, also wir sehen das nicht mehr als Wettbewerb, sondern Ergänzung. Es gibt das eine, es gibt das andere und das eine wird mal das eine, mal das andere mal seine Vorteile haben. Aber wie ist das bei dir, wo du jetzt beide Technologien, das ist ja genau der Kern.
Da haben wir mal jemand, eigentlich aus beiden oder jetzt in beiden Bereichen tätig ist. Wie siehst du das für dich? A, Metall auch im Druck, weil ihr auch meistens Metall verarbeitet, Aluminium und ähnliches. Und auf der anderen Seite, wie siehst du diese Wettbewerbsgedanken, die in der Vergangenheit entstanden sind?
Dimitri: Bestimmt, gab es welche, die das gesagt haben, es gibt bestimmt heute noch welche, die sagen, 3D-Druck wird CNC-Technik ablösen, aber das ist absoluter Quatsch. Wenn wir die Realität einmal uns direkt vor Augen führen, das ist… Man muss ja auch wirtschaftlich schauen, man muss schauen, was man macht. Klar, kann man Metall-3D-Druck auch machen. Unsere Achsen zum Beispiel kann man bestimmt auch 3D-Drucken.
Aber mir zahlt kein Kunde für eine Achse… so viel Geld, was es dann im Endeffekt kosten wird, es einfach an der Aluplatte auf die Maschine zu packen, vorher zu planen, vorher zu fräsen, Passungen zu überprüfen und dann dementsprechend die Normteile da einzusetzen, bin ich deutlich günstiger und schneller und bestimmt vielleicht nicht präziser, weiß ich nicht, kann ich jetzt nicht beurteilen, ich kenne die Technologie nicht so gut, aber ich kann keine Präzisionsachse mit einem 3D-Drucker herstellen, kann ich nicht vorstellen, geht auch nicht.
Und die Rautie, die RZ-Vorgabe, die ein Maschinenbauer fordert, die kannst du nur durch schlichten oder mit vernünftigen Fräsmaschinen dementsprechend umsetzen. Das kannst du nicht drucken.
Torsten: Aber hast du zum Beispiel mal über sowas nachgedacht? Kühlung ist ja, ihr habt ja auch Minimalmengenschmierung, vermutlich auch über Ethanolbasis oder sowas. Zum Beispiel die Düsen sind ja meistens so Schläuche, die man dann immer irgendwie da am Werkzeug vorne hin und her knickt und so weiter. gibt ja auch Konzepte, wo man so eine Düse aus einem Aluminiumring oder sowas und dann ganz gezielt für gewisse Tätigkeiten.
Jetzt will ich wieder sagen, das ist ja nicht das Pauschal-universale für alles, wunschlos glücklich, eierlegende Wollmilchsau usw. wäre für dich auch, würdest du darüber nachdenken in Zukunft oder siehst du für dich das Potential für eine besondere Anwendung, wenn eine gewisse definierte Kühlung an einem gewissen Ort sein muss, eventuell auch über 3D gedruckte Düsen, Minimalmengenschmierung oder sowas nachzudenken.
Dimitri: Du holst mich gerade auf eine Idee. Wir haben aktuell ein Sonderprojekt, wo wir wahrscheinlich solche kleinen Düsen einsetzen müssen. ich mir kam nie jetzt wirklich spontan jetzt in unserem Gespräch habe ich eine Idee. Wir bauen aktuell eine große Sondermaschine und planen wahrscheinlich dort Luftdüsen einzubauen. Aber das Ganze ist so knapp, so verwinkelt, so eng das Ganze in diesem in diesem Bearbeitungsraum, wo du mir jetzt wieder.
Ja. Eigentlich hieß es dort kein Kunststoff, da wäre wahrscheinlich so eine Metalldüse, weil es ist eine sehr raue Umgebung und Kunststoff hat der Kunde gesagt, auf keinen Fall irgendein Plastikteil da rein. Es gibt Industrien, zum Beispiel in der Nähe von einem Hochofen wirst du bestimmt keine 3D gedruckten Teile für irgendwelche Gerichte auswarten. Es passt einfach nicht zusammen. Du kannst nicht so eine raue Umgebung mit Plastikteilen…
Doch, es gibt bestimmt besondere Werkstoffe oder bestimmtes Filament, was temperaturbeständig ist.
Torsten: Gut, Metall machen wir meistens, Pulververfahren unabhängig davon, aber es geht einfach darum, so wie du jetzt sagst, ich sag immer, du weißt nicht, was du nicht weißt.
Johannes: Okay.
Dimitri:
Hahaha
Torsten: Und bring dich dann dazu, was du nicht weißt, kannst du nicht vermissen. Ja, und das ist jetzt wieder, wie oft ich irgendwo angesprochen werde, wie Metall kann man drucken? Oder halt genau wie du sagst, es fehlt ja manchmal der Input, nur der Impuls oder so, aber genau da hat ja 3D-Druck seine Stärken. ist ja wirklich für Dinge, die nicht dem normalen Standard entsprechen, weil was sollen wir irgendwo was drucken, was über etablierte Fertigungsprozesse zu Millionen produziert werden.
Das ist nicht die Stärke vom 3D-Druck. Die Stärke ist das Individuelle, das Besondere vielleicht. deswegen frag dich dann nochmal, es ist ja schön, dass wir das so live können. Wir können uns im Nachgang nochmal darüber unterhalten, vielleicht mache ich noch eine Handel an der Stelle, bis da weiter. Sonst verkaufe ich noch.
Dimitri: Hahaha!
Johannes: Der Dimitri hat im Vorgespräch auf jeden Fall zu dem Podcast gesagt, es gab diesen Moment, da ist mein Kopf explodiert an Ideen. Und ich glaube, wir haben so einen kleinen Moment jetzt wieder mitbekommen, wo du so einen Input vielleicht bekommen hast, und hast gedacht, ich muss da mal drüber nachdenken. Und auf einmal haben wir wieder was losgetreten. Wenn du jetzt als nächste Frage, wenn du so die anderen Industriebetriebe und Maschinenbauer oder du kriegst dir auch jetzt was mit. hast vorhin von dem Elektriker gesprochen, bei dem der Drucker nur dasteht und nicht viel macht.
Beispiel, was fehlt denen denn aus deiner Sicht, damit die so erfolgreich werden mit dem Thema 3D-Druck wie du jetzt? Was fehlt in dieser Kette? Wo ist da vielleicht noch Reibung drin in diesem ganzen Prozess?
Dimitri: Wir alle machen ja die Aufgaben am besten, die wir am am liebsten machen. Es gibt ja Aufgaben, die machen wir, weil wir die machen müssen. Und es gibt Aufgaben, die machen wir gerne, weil die uns liegen. Die mögen wir. Und da sehe ich bei den Menschen genauso. Wenn der Mensch keinen Bock hat auf konstruieren, er sieht eher eine Last als dass es ihm weiterbringt, dann wird auch nicht konstruieren.
Wenn er Einzelkämpfer ist, dann hat er niemand, auf den er zurückgreifen kann. Und ein Konstruktionsdienstleister wird wahrscheinlich nicht in seinem Interesse sein, weil er dementsprechend auch Geld kostet. Er hat zwar den Drucker da stehen, aber der Drucker kann an sich nichts machen. Vielleicht mit der KI können wir recht einfach modellieren. Das werden wir noch schauen in der Zukunft. Was die KI in Kombination mit dem 3D-Druck liefern wird.
Aber jetzt aktuell, wenn jemand nicht konstruieren kann und er wirklich nur Würfel konstruieren kann, nicht darüber hinaus, dann kann ich mir vorstellen, es fällt ihm schwer. oder es fällt ihm schwer dort was Vernünftiges, Brauchbares in die Realität umzusetzen. Wir machen seit Jahrzehnten nichts anderes. Wir konstruieren, wir denken uns Sachen aus und können die im CAD auch wirklich zu Leben erwecken. dann können wir das, ob wir das 3D drucken, ob wir das ja okay fräsen, ist natürlich schwierig, sondern so ein Würfel.
Aber so ein Gehäuse könnte man tatsächlich auch fräsen. Hätten wir wahrscheinlich vor zehn Jahren gemacht, wenn wir den gebraucht hätten, hätten wir den gefräst. Aber jetzt durch Kondition kann man es einfacher machen.
Torsten: Was wäre dein Tipp an der Stelle? Also ich meine, das erlebe ich ja auch in der Dienstleistung täglich. Es kommen eine Menge Leute, die irgendwas wollen und keine Datei haben. Und dann ist die Frage, wie kommt man zu diesen Daten? Unabhängig, dass wir wissen, wie es aussehen soll, muss ja auch irgendjemand eine Vorgabe machen. Aber was wäre für zum Beispiel ein Elektriker der Willdrucken?
Vielleicht hat er auch Ideen. Aber was wäre aus deiner Sicht sinnvolle Aktion oder Tätigkeit oder Was wären Service oder Dienstleistung, die vielleicht auch wir in der Dienstleistung vielleicht hinzupacken müssten, die aber bezahlbar ist. Weil das ist ja wahrscheinlich dann der Punkt, das darf jetzt auch nicht unmengen kosten oder es kann Ingenieurbüro dafür benötigen.
Dimitri: Genau, und das ist jetzt der Knackpunkt. Wenn man die Ressourcen im Betrieb nicht hat, dass man wirklich einen Konstrukteur hat, der das Ganze umsetzen kann, sehe ich das wirklich schwierig, dass man diese Technologie im Maschinenbau oder wirklich in da einsetzt und mit Leben füllt, wenn man das Werkzeug nicht kann. Ich kann auch kein Diktat schreiben, wenn ich das ABC nicht kenne. Und das ist auch hier. Ich kann nichts drucken, wenn ich nicht konstruieren kann. Es muss zusammenhängt.
Torsten: Ich kann aber auch keine Maschinen bauen, wenn ich nicht konstruieren kann. irgendwo, ich keine Produkte… Ja, das ist Handwerk. Also da würde ich vielleicht noch so bisschen differenzieren. glaube, es dann der Knackpunkt ist, dass im Handwerk wird das wahrscheinlich so sein. In der Industrie, wenn wir darüber nachdenken, dass Unternehmen eigene Produkte haben, haben die in der Regel…
Dimitri: Das war es für heute.
Torsten: auch in irgendeiner Form der Entwicklung oder Konstruktion und können sich mit solchen Themen beschäftigen. da ist jetzt, sind nicht, stand heute noch nicht so fokussiert im Handwerk, ist eine Nische, wo wir immer wieder darüber nachdenken, auch in der Branche, wie kann man da rein, aber genau dieser Knackpunkt, der ist noch nicht gelöst. Die können aber auch nicht fräsen in der Regel.
Dimitri: Du sagst, die können auch nicht fräsen, weil beim Fräsen ist es genauso heutzutage oder zumindest bei unserer Kundschaft programmiert. Kaum einer kennt den Maschinencode. Die meisten brauchen Modelle, genauso wie im 3D-Druck. Ich brauche einen Volumenkörper. Ich brauche wenigstens eine BXF-Zeichnung. Aber ich brauche irgendwelche Vektordateien, damit ich zum Ergebnis komme. Und ob ich das jetzt fräse oder 3D-Drucke, die Vorarbeit ist die gleiche.
Ich brauche eine Konstruktion. Und wenn ich die Konstruktion nicht habe, Kann ich wieder friesen, kann ich noch drucken, kann ich gar nichts machen. Wie früher mit Zettel und Stift und eine Skizze kurz zeichnen und dann steht einer und tippt ein Koordinaten ein. Das wird heutzutage keiner mehr machen.
Johannes: Ja, so habe ich es zum Teil noch gelernt in der Ausbildung, was das angeht. Vielleicht ein Punkt noch und zwar, ich glaube, dass das weniger ein Können, mehr ein Nicht-Wollen ist ganz oft. Und was du ja jetzt bewiesen hast, du bist so ein Typ, so habe ich dich jetzt auch wahrgenommen in den Videos und auch jetzt im Podcast, wenn dich was nervt, dann willst du eine Lösung schaffen. Ich glaube, die anderen wissen nicht, was nervt.
Die sehen nicht an dem einen. Bauteil, dass da was übersteht, dass da kein sauberer Übergang ist. Die sagen halt, das ist schon immer so gewesen und das müssen wir halt so machen. Die nehmen das halt so mit auf und das ist, glaube so ein Punkt, was ganz vielen fehlt. Die wissen nicht, was man verbessern kann und dass der Weg dorthin für die Verbesserung auch so einfach sein kann. Natürlich, Konstruieren, aber das ist ja wie ein Muskel, den man trainiert, aus meiner Sicht. ich würde, ich ergänzen.
Torsten: Die meisten suchen irgendein Produkt von einer Stange, irgendwas was sie zukaufen können, was schon fertig ist, suchen fünf Tage, keine Ahnung, ist jetzt vielleicht bisschen übertrieben, jeder weiß in welche Richtung es geht, fünf Tage nach der Lösung, die dann fünf Euro kostet. Und es ist immer noch nicht perfekt, es ist nur eine Abdeckung, aber sie ist nicht so perfekt wie die selbst designte, gestaltete
Dimitri: Yeah!
Torsten: die vielleicht in zwei Stunden konstruiert ist, vielleicht auch drei. Ich will jetzt nicht genau diese abdecken, aber wie viele Teile ich für Kunden schon konstruiert habe, wo ich eine halbe Stunde fertig war. Also einfache Dinge, die einfach nur eine Lösung erzeugt haben. Eine halbe Stunde konstruieren, ich kann mich daran erinnern, eine Vorrichtung, war grob fünf mal fünf Zentimeter, ging zum Fräsen von einem 3D gedruckten Teil.
Oben sollten G-Einachtelzoll-Gewinde vier Mal rein und so weiter. Konstruieren der Vorrichtung, 10 Minuten, drucken, 9 Minuten, dann war das Ding nach einer halben Stunde fertig und ich brauchte mir keine Gedanken über Spannen und Ausrichten und sowas machen. Ich habe mir kurz Gedanken gemacht, habe gedruckt, habe es gemacht, dann ging es bei uns auf eine Fräse. Das waren 20 Minuten Zeit invest für etwas, wo danach der Prozess automatisiert einfach funktionierte.
Dimitri: Ja.
Johannes: Für viele noch unvorstellbar, wenn sie es nicht selber durchgemacht haben irgendwann.
Dimitri: Genau, bei uns genauso. hatten jetzt zum Beispiel eine große Maschine, die mussten wir bauen. diese Maschine hat zwei große Aluplatten, die auf einem Schweißgestell drauf müssen. So, das heißt, wir haben M12 Bolzen, die müssen wirklich mittig in diesen Aluplatten fixiert werden. Das heißt, wir haben 0,8 Millimeter Luft gehabt zwischen den Bolzen und der Bohrung. und mussten dementsprechend die Schraube in dieser Bohrung kozentrisch ausrichten und dann die Bolzen anschweißen, damit wir später nach den Pulverbeschichten des Untergestells die Platten wirklich sauber draufbacken.
Und was habe ich gemacht? habe mir einfach 16 Ringe mit 13 und 12,2 mm Innendurchmesser und 13 mm Außendurchmesser, die habe ich mir einfach gedruckt und mit reingeschoben als Spaltmaß, damit meine Schraube absolut koaxial in dieser Bohrung sitzt und dann die Bolsten angeschweißt und das war ein wirklich Heinspiel. war Konstruktion auch. Das war keine Ahnung. Fünf Minuten, wenn überhaupt. Datentransfer war wahrscheinlich am längsten.
Und was ich jetzt dazu… Die ideale Lösung.
Torsten: Ich hab das gesehen, wie du es gemacht hast. Was mir dazu noch einfällt, vorher machen sich alle Gedanken über Toleranzen. Und die Bohrung in der Platte muss so und so toleriert sein und der Bolzen muss so und so toleriert angeschweißt sein. Und du hast einfach diese ganze Toleranzkiste damit komplett ausgehebelt, weil es war scheißegal, ob die Bohrung 5 mm falsch war. In dem Moment war der Bolzen da, wo die Bohrung war.
Dimitri: Rated,
Torsten: Und die ganze Scheiße mit Toleranz und wie genau… Ja, du kannst einfach Löcher in den… grob platziert… Ich will's jetzt wieder… Ich übertreib's immer bildlich, sprachlich, damit man weiß, wo es hingeht. Aber ob die Bohrung 2 mm daneben war, hatte ich in dem Moment prinzipiell überhaupt nicht gejuckt. Und du musst nicht eine aufwändige Fertigung machen mit auf 0,1 mm die Bohrung platziert und auf 0,1 mm den Bolzen, weil sonst der ganze Zusammenbau…
Dimitri: Das fertig.
Torsten: kaskadiert Toleranzketten, Analyse blablabla nicht klappt und du hast einfach gesagt Arschlecken die Bohrungen sind drin kann zwei Millimeter daneben sein ich stecke den Bolzen dadurch, arretiere das durch den Ring so dass der Bolzen immer in Mitte ist von der Bohrung und dann schweiße ich es an ist wie eine
Schweißvorrichtung
Dimitri: Ja, und das Coole ist halt, was ich da finde, ist wir haben Schweißen, haben Fräsen, wir haben 3D Druck und alles in einem Untergestell, einem 0 nach 15 Untergestell, aber plus noch Bleche, plus Leser und plus Kanteile. Das sind so viele Fertigungsverfahren in einem unbedeutenden Teil. Aber das Coole ist halt, ich bin jedes Mal fasziniert.
Johannes: Ja.
Torsten: Aber ganz kurz, Jonas, das bringt dich doch auch am Ende, würde ich behaupten, jetzt vielleicht nicht sofort, aber das bringt dir doch einen Preisvorteil. Weil du vielleicht wirklich beim Bohren, beim Fräsen der Platte eben nicht auf das hundertstel genau musst und das Anschweißen nicht vorher auch aufs hundertstel, sondern du kannst da Löcher rein machen, du nimmst die Fräse, die macht da ihre Löcher rein in die Platte.
Klar, das Planfräsen und so weiter will ich jetzt. nicht ins Detail, aber dann legst du sie auf, machst deine Distanzringe da rein, schweißt die Schrauben an, fertig. Das heißt keine hoch komplizierte Sache, sondern es ist relativ simpel, gut reproduzierbar und du musst nicht diese Hightech Sachen machen, die auf ein hundertstel produziert sind, damit es nachher montierbar ist.
Dimitri: Ganz genau, ganz genau. das ist das ist der Clou, womit wir auch werben, dass wir mit unseren Portal Fräsen eigene Fräsen bauen können. Und zwar das ist jetzt nicht, weil die Maschinen in einem hundertstel die Bauteile rausgeben können oder dass wir so genau fertigen. Nein, das ist die Kunst dahinter, was wir eben hatten mit der Konstruktion, dass die Konstruktion so aufbauen kannst, dass du keine großen Abhängigkeiten irgendwo reinbaust. so dass du das Teil wirklich so genau fertigen musst.
Nein, es gibt natürlich Teile, die wir fertigen müssen. Absolut genau. Aber trotzdem nicht von vier Seiten zum Beispiel, sondern nur von einer Seite. Und das sind so diese diese Etypien, die du halt erst nach 20 Jahren Konstruktionsarbeit verstehst, wie man so eine Maschine aufstellt, sodass die auch bezahlbar ist.
Johannes: Wissen denn deine Kunden, dass du 3D-Druckteile in deinen Maschinen versteckt hast? Oder übersehen die das?
Dimitri: Das verschmilzt alles in einem, weil die Maschinen so blau sind, die Abdeckplane ist in blau. oft kommen die Leute tatsächlich zu uns und als erstes, was die machen, die suchen nach den 3D-Druckteilen, weil ich so viel Content darüber mache. Und dann suche ich das Ding, das ich gesehen, das hast du letztes aus der Schwarzarbeiter rausgeholt.
Johannes: Das ist gut. Wann würdest du denn so den nächsten Schritt machen und zum Beispiel auf einen Dienstleister zurückgreifen? Was müsste denn dabei bei dir passieren, dass du sagst, du lässt die Teile bei jemand anders drucken oder in einem anderen Verfahren drucken?
Dimitri: Wenn jemand von diesen Würfeln zu mir kommt, ich brauche 10.000 Teile davon, den würde ich natürlich nicht gehen lassen. Dann würde ich mir Hilfe suchen, mit dem ich da 10.000 Teile fertigen kann. Klar, dem Sinne, aber wirklich für Entwicklung, für eigene Bauteile, was du eben gesagt hast bezüglich Metall-3D-Druck, wenn es wirklich nötig ist und warum denn auch nicht, wir sind offen für alles.
Aber jetzt direkt für uns, unsere eigenen Produkte, probieren wir das Ganze immer so aufzuziehen, dass wir das eigene Haul nutzen, dass wir die eigenen Maschinen nutzen, dass wir unabhängig von anderen agieren können und dass möglichst ziemlich schnell und einfach ans Ziel kommen können.
Torsten: Das kann auch für mich nur als Tipp geben. meine, diese günstigen 3D-Drucker werden ja auch schon in fast jeder Entwicklungsabteilung stehen. Das merken wir auch in unserem Geschäft. Ich vergleiche das immer. 2019 haben wir 90 % Prototypen gemacht, heute vielleicht noch 10%. Der Rest sind Seriennahrsachen, Anwendungen und Serien. Aber ich finde das eigentlich gut, dass überall diese 3D-Drucker stehen, weil dann eigentlich genau dieser Effekt, den du beschrieben hast, die es weiter denken und wer einmal damit angefangen hat, entdeckt einfach immer wieder neue Dinge.
Und das ist glaube ich der Moment, den wir auch in der Branche im Markt brauchen, ⁓ weiterzukommen und das CNC-Fräsen damals ist auch mit dem CNC-Fräsen heute nicht mehr vergleichbar. Es ist so natürlich und eigentlich gibt es das Fräschen, so richtig das digitale Fräschen gibt es auch erst so Richtung 60er Jahre. wo dann nachher nicht mehr mit der Kurbel gefräst wurde, sondern wo die ersten programmierbaren Steuerungen, die kamen, glaube ich, so mit Lochkarte und so Richtung 60er-, 70er-Jahre, wenn man mal überlegt, das sind auch gerade mal 50 Jahre Entwicklung, die das CNC fräsen.
Und so richtig stark wurde es erst, wo so PCs kamen, so Mitte Ende der 80er-Jahre, kam dann so langsam dieser richtige CNC programmierbare Bereich. jetzt wo wir heute stehen und ich denke da ich ziehe mal parallelen oder gerne parallelen auch in dem Bereich weil ich einfach die Technologie in den nächsten Jahren ähnlich parallel sehe wie beim Fräsen und irgendwann wird das etabliertes Verfahren sein und ich freue mich darauf aber es ist genau diese Entwicklung glaube ich die man machen muss erst mal selber anfangen und dann halt einfach mit den Werkstoffen mit den Stückzahlen mit sonstigen Sachen geht man dann halt extern so wie heute Werkzeugbauer jeder hat ein eigener Fräse- und Drehmaschine für den Reparaturbedarf, für die Schnellschüsse.
Aber ganze Werkzeuge fertigt fast niemand mehr. Die gehen alle raus. da in die Dienstleistung. Und die Mengen, auch Stückzahlen, geht alles in die Dienstleistung.
Johannes: Wenn ich jetzt mal auf deinen Schwarzarbeiter nochmal zurückkomme, der macht ja durchaus einen guten Dienst. Aber was passiert so, wenn er keinen guten Dienst macht? Wie reagierst du da drauf und was passiert da meistens? Na, da hat man ja schon das ein oder andere auch mal gesehen, was du aus dem Drucker herausnimmst, was vielleicht nicht so ganz passt. Aber wie gehst du damit ⁓
Dimitri: Ja, das war jetzt wieder Thema dieses Wochenende. Das ist manchmal so frustrierend. Am liebsten aus dem Fenster werfen. Wenn da wirklich so eine Perücke auf einmal rausscheint aus der Glasscheibe, dann denke ich so, oh mein Gott, jetzt schnell weg hier und gar nicht hingucken. Bitte?
Johannes: Mit einer Perücke meinst du, er hat das Material frei im Bauraum verteilt, dass es aussieht wie eine Perücke sozusagen. Spaghetti-Design. Ja, genau. Du hast aber auch ganz normal damit zu kämpfen, immer wieder mal, dass der Drucker was macht, was nicht ganz passt. Aber ich glaube, so kriege ich es jetzt bei dir mit auch in den Videos. Du hast schon große Erfolge, dass die ersten Teile gut werden. Ab und zu kommt sowas mal vor.
Dimitri: Ja, das kommt vor. muss dann auch, das ist ein Lernprozess. Weil sogar wenn du eine neue Düse einsetzt, heißt das nicht, dass das Problem aus der Welt ist. Ich habe jetzt am Samstag, weil er angefangen hat, Faxen zu machen, eine neue Düse reingesetzt. Mit dieser neuen Düse wurde es noch schlechter als mit vorherigen Düse. Ich dachte, das kann doch nicht sein. Heute habe ich wieder eine neue Düse eingesetzt und ta-da-da, er macht wunderbare Ergebnisse. Und das heißt,
Torsten: Du hast zufällig auch die Filamentrolle gewechselt, wahrscheinlich.
Dimitri: Irgendwie sowas. Nein, das wäre der nächste Schritt. Hätte das bei der dritten Düse nicht geklappt. Aber im Endeffekt kommen dann diese neuen Strukturen. Wenn du Serie produzierst, wenn du auf den angewiesen bist, dann musst du dir einen Wartungsplan anlegen. Dann musst du sagen, ich zähle jetzt die Betriebsstunden. Ich werde pauschal jetzt die Düsen einfach eine Stunde x tauschen, weil die Dinger verschleißen.
So dann genauso das ganze Zubehör was da drin ist. Es wird einfach nach Schema F. Jetzt habe ich mir natürlich eine professionelle Liste aufgesetzt. Wie ist der Wartungsplan? Jetzt weiß ich meine ganzen Jungs hier ein. Wenn das Ding da steht und wenn die Zeit erreicht ist, musst du das und das und das machen. Und da kommen jetzt langsam Strukturen rein, dass man nicht wartet, bis das Ding anfängt, fachsen zu machen, sondern Zeit X verstrichen, raus, neu rein.
Weil wir sind jetzt nicht mehr am Spielen, sondern das Ding muss produzieren. Es macht Teile, die wir verkaufen.
Johannes: Da bist du schon am richtigen Punkt jetzt, dass du sagst, 3D-Druck ist nicht mal eben kurz ein bisschen Teile drucken, sondern es ist ein richtiger wichtiger Bestandteil von deiner Arbeit geworden, auf den du dich verlassen musst. Und dann ist es ganz normal danach zu gucken, dass auch alles passt.
Torsten: Es ist jetzt Produktionsprozess. Eine Frage an der Stelle, wenn du sagst, jemand fängt mit Fräsen an oder jemand fängt mit dem 3D-Druck an. Lernkurve. Fräsen ist bei dir schon Fleisch und Blut. Verstehst du, weißt du, kannst du. Du hast aber Kunden, die vielleicht damit anfangen. Wie würdest du den Schwierigkeitsgrad einschätzen? Wie ist die Stabilität und die Dinge, die man so lernen muss? Wie würdest du das zum Fräsen vergleichen?
Dimitri: Fräsen ist meiner Meinung nach viel komplexer als Drucken. Viel, viel, komplexer. Ich kann es im Endeffekt eigentlich gar nicht so vergleichen, weil ich nur PLA und PTG Jetzt mittlerweile nur noch PTG und davor habe ich PLA gedruckt. Was ich danach drucke, keine Ahnung und ich drucke seit einem Jahr zwei Werkstoffe. Beim Fräsen sogar wenn ich nur beim Fräsen zwei Werkstoffe hätte, ich lerne heute immer noch was dazu beim Fräsen.
Du hast hier verschiedene Werkzeuge, hast hier Kühlmittel, hast Gegebenheiten ganz andere und beim Fräsen ist das, finde ich, ganz andere Wissenschaft, weil du musst die Schnittwerte verstehen.
Torsten: Du nimmst jetzt zumindest mit dem FDM Druck, wie du ihn hast, jetzt fangen wir mal an, niemand fängt auch das Fräsen an mit 100 Werkstoffen. Sondern in der Regel, wenn du eine Fräse verkaufst, haben die ja meistens, es sei denn es ist wirklich auch eine Dienstleistung oder so, haben die ja meistens auch nur ein, zwei Werkstoffe, auch zum Fräsen. Das heißt, man kann es ja reduzieren. Du nimmst jetzt zwei Werkstoffe.
Wenn du es vergleichen würdest, würdest du sagen, wenn jemand fräsen kann, hat er es mit einem 3D-Druck leicht, schwer? Würdest du es vergleichen können? Könntest du sagen, jeder der Fräsen versteht, wird auch 3D-Druck verstehen? Wie würdest du das einschätzen?
Dimitri: Ich würde jetzt nicht auf eine Stufe setzen. Nein, Fräsen und Ruckungstalten, das kommt nach. Die haben zwar die gleichen drei Freiheitsgrade XYZ, aber wir haben auch zwei simultane Achsen mit drin. Aber das Fertigungsverfahren an sich ist Fräsen meiner Meinung nach was ganz anderes. ⁓
Torsten: Es geht ⁓ den Einstieg, wenn du sagst,
Dimitri: Welle, Blüten und Druck, Gleisen, auch Kammsoftware, irgendwo auch ähnliches, aber wirklich Friesen an sich, das ist was ganz anderes als Druck.
Torsten: Ganz klar, es sind verschiedene Sachen, auch mit den Überhängen und Support und so. Das wollte ich gar nicht rauskristallisieren, sondern die Frage ist vom Schwierigkeitsgrad. Wenn jemand sich mit Fräsen gut auskennt, was ja bei vielen auch konstruktiv, Fräsen ist ja was, was eigentlich jeder Konstrukteur beherrscht. Nicht das an der Maschine, aber er weiß, wie er konstruieren muss. Er weiß, wie er Toleranzen setzen kann.
Mit Fräsen tut sich eigentlich kein Konstrukteur schwer. Wenn du sagst, das Know-how ist da, ist der Weg zum 3D-Druck, Start mit 3D-Druck ein hohes Level? eher niedrig, dass man sagt, man braucht ein paar Basics, die kann man schnell erlesen, die sind schnell verfügbar und dann kann man loslegen.
Dimitri: Das auf jeden Fall, also wer fräsen kann, da jetzt in den 3D Druck einzusteigen ist, ich hätte gesagt ein Heimspiel. ist ein paar Infos muss man sich, ein paar Sachen muss man lernen, aber der Einstieg ist nicht schwer. Mit einem 3D Druck kannst du nichts mehr, das ist kaputt machen.
Torsten: Also kaum eine
Hemd-
Johannes: So eine Speichel.
Torsten: den günstigen Maschinen, das stimmt.
Dimitri: Ja, das war ein bisschen was anderes.
Torsten: Also ich hab Maschinen, da machst du einmal einen Fehler, sind da 5000 Euro weg. Je nachdem was da kaputt geht, da gibt es schon Teile an den Lasersystemen und so. Wenn man da nicht aufpasst, kann man ganz schnell da was schrotten.
Dimitri: Okay.
Johannes: Deswegen, Dimitri, machst du jetzt am Anfang deine Erfahrungen mit dem Schwarzarbeiter. Und wenn du den drauf hast, dann kommst du ⁓ ins nächste Level und sagst, ich nehme die nächste Technologie und arbeite mit dem nächsten zusammen. Das ist ein Lernprozess. Da gibt es kein Ende, wie im Fräsen auch. Es gibt immer irgendwie neue Herausforderungen. Das ist richtig stark. Aber vielleicht so, bevor wir gleich ans Ende kommen, wenn du ein Unternehmen, das heute neu mit 3D-Druck so starten möchte, wenn du denen so ein Rat mitgeben würdest.
Vielleicht haben die auch schon einen kleinen 3D-Drucker, aber die machen es doch nicht richtig. Was würdest du denen mitgeben? Was wäre deine absolute Empfehlung oder Rat, was die machen müssen? Auch richtig ehrlich, damit die ihren Spatzarbeiter richtig in Bewegung kriegen.
Dimitri: Wenn wirklich Probleme beim Konstruieren sind, dass man wirklich vernünftige schöne Bauteile im 3D entwickelt, dass man sich dort Hilfe holt. Meiner Meinung nach, steht und fällt alles nicht mit dem 3D-Druck selbst, sondern mit dem Modell.
Johannes: Es fängt schon viel früher an. Es ist nicht der 3D-Drucker an sich, sondern es ist einfach die Anwendung zu finden, diesen Stress zu spüren, dieses Bauteil zu konstruieren und sich dort Wissen anzueignen, man das Bauteil in Form einer Datei dann auch gut zum 3D-Drucker übergeben kann.
Dimitri: Genau, weil das was du konstruierst heißt ja nicht gleich, dass es ein brauchbares Teil aus einem 3D Drucker ist. Das heißt, das ist genauso beim Fräsen. Wenn du einen Teil konstruierst heißt es nicht, dass es ein brauchbares Teil nach dem Fräsen ist. Sondern die Basics muss man lernen, wie entwickle ich einen Bauteil, wie konstruiere ich einen Bauteil, damit es vernünftig aus einem 3D Drucker kommt.
Die Basis absolut. Alles andere finde ich, wie man mit diesen FDM Druckern klarkommt, da ist glaube ich auch viel Unabhängig, ob das jetzt mein Schwarzarbeiter ist oder Creality oder was es da nicht alles gibt, es gibt jetzt nicht verschiedene und jeder von denen hat ja irgendwelche Besonderheiten, worauf man zu achten hat. Aber dieses Thema wie stützen und wie richtig drucken, ich finde diese Slicer-Programme, Sliceprogramme oder Camprogramme in meiner Sprache, die sind so…
Intuitiv, die übernehmen es von den größten Teilen. Die sind ziemlich idiotensicher. Dann muss man echt Standard, Standard, Standard, brap, fertig gesliced und er kann drucken.
Johannes: Komme ich zu den letzten Fragen, das sind immer so zwei persönliche Fragen zum Schluss. Wäre super, wenn du darauf antwortest. 3D-Druck ist für mich. Was würdest du sagen, was ist 3D-Druck für dich?
Dimitri: Für mich ist 3D-Druck ein… Krasser Horizont erweitere in meiner Sphäre, wo ich hier bin. Durch den 3D-Druck ermöglicht es uns solche Sachen in die Realität umzusetzen, wo es früher einfach nicht möglich ist mit Blechen oder mit Freestyle, wo wir einfach mit dem 3D-Druck so schnell an das Ziel kommen. Letztens auch gehabt, eine komplexe Spannvorrichtung konstruiert. Die ist leider mit Friesteilen nicht gelungen.
Wir hatten da nicht genug Stabilität in den Bauteilen. Und somit haben wir innerhalb, das ging keine Ahnung, eine Woche, vielleicht 10 Tage, wo der Kunde dann doch seine Vorrichtung bekommen hat. Und da hat uns der Schwarzarbeiter wirklich geholfen, dass wir zusätzliche Stützen rein konstruiert haben in unsere Spannvorrichtung. Und somit Abra Cadabra war ein Projekt abgeschlossen, was ziemlich kostenspielig war.
Der Kunde war glücklich, die Lösung bekommen zu haben und wir waren glücklich, schnell einen Abschluss gefunden zu haben. Und von daher bin ich der Meinung, 3D-Druck ermöglicht einem viel mehr als die herkömmlichen Fertigungsverfahren. Es erweitert das Spektrum.
Johannes: Und wenn du so an dein beeindruckendes 3D-gedrucktes Bauteil denkst oder an die Vorrichtung, was du je in deiner Hand hattest oder selber kreiert hast, welches war das?
Dimitri: Das war hier. Wir haben einen Stienverkleidungsteil an der Maschine, sogar in der Farbe gelb. Das Ding hatte früher kein Logo und jetzt hat dieses Verkleidungsteil einfach ein Logo. Wir machen das in anderen Teilen sehr komplex. Wir gravieren diese Logos rein, sodass die einen höheren Wert bekommen. Und bei uns hat es einfach der 3D-Drucker reingebracht. Unter 45 Grad Phase haben wir eine vertiefte negative Logoaufdruckung. an der Maschine.
Es ist kein Aufkleber, es ist ein Relief, es ist eine Vertiebung und das ist nichts kompliziertes. ist aber es ist einfach geil. Man schaut die Maschine an und wow.
Torsten: Und da sag ich immer, das sind die Sachen, Wert bringen und der Vorteil ist ja, das kostet nichts extra. Die Druckzeit ist die gleiche, Material, ich sag mal, bisschen weniger Druckzeit, ein bisschen mehr, aber am Ende die Wertigkeit, es ist drin, du kannst eine Seriennummer theoretisch einbauen, du kannst Informationen hier drücken, da, on, off, links, rechts, keine Ahnung, da kannst du bei Knöpfen die Beschriftung schon reinmachen und und und und es kostet nichts extra.
Dimitri: Nein! Genau, genau.
Johannes: Es ist einfach kostenlos mit dabei, wenn man weiß, wie man es nutzt. Das ist der große Punkt.
Dimitri: Weil ich denke wir haben jetzt zum Beispiel die nächste Technologie die im Raum gerade am schweben ist. Laser Beschriftung. Was ganz anderes wiederum und in Metall muss ich Laser Beschriftung machen im 3D Druck. Ich füge einfach mein Logo ein und drücke den mit aus.
Torsten: Und selbst wenn du sagst, Metall, du kannst das Gleiche, kannst mit Metallteilen natürlich, die wir zum Beispiel drucken, sage ich auch den Leuten, wir drucken viel Werkzeuge. Und dann sage ich, macht euch schon die Beschriftung in die Werkzeuge mit rein, das drucken wir schon direkt mit. Und dann die alles schon in den Werkzeugen mit welcher Artikel da drauf ist und und und, das ist alles schon drin.
In dem Druckteil, das heißt, danach, in dem Moment, wo es schon aus dem Drucker kommt, ist schon keine Verwechslung. Es ist schon identifiziert, markiert, nachdem es aus dem Drucker kommt. Und das ist für viele einfach mehr wert.
Johannes: Jeder der das weiß, der will das nie wieder vermissen aus meiner Sicht. Du würdest alles dafür geben, dass du dein 3D gedrucktes Logo da mit drinnen hast. Du willst mit nichts mehr tauschen. Kann man nicht vermissen. Jetzt würdest du es vermissen am Ende des Tages.
Dimitri: Ich kenne Somit habe ich wirklich dann alle Teile, wir haben fünf oder sechs Stück hier gehabt ohne Logo. Dann habe ich gesagt, es tut mir leid, liebe Grünen Wähler, jetzt muss ich Plastikmüll produzieren und alle müssen raus, jetzt kommt nur noch die mit Logo rein.
Johannes: In dem Fall darf man das. Absolut. Wunderbar. sind wir am Ende der Podcast-Folge. Dimitri, danke für diese tollen Inputs und für deine Offenheit, dass wir da so über deinen Schwarzarbeiter sprechen durften heute in der Hinsicht. Wir werden natürlich alle Informationen zu deinem Unternehmen, zu deinem LinkedIn-Account, wo es die Weitere Videos zu deinem Alltag, was du so alles erlebst, in den Show Notes verlinken, auch deine Webseite.
Wer sagt, auf der anderen Seite, ich habe jetzt genügend 3D-Drucker, so eine Fräsmaschine wäre auch mal ganz nett. Der weiß ja jetzt, was möglich ist und dass da oft 3D-Druckteile mit drin sind. Wunderbar. Danke für deine Zeit.
Dimitri: Sehr gerne! Vielen Dank, dass ihr dabei sein durftet und in Sinne, wir bleiben in Kontakt. Danke euch, dann, ciao!
Johannes: Bis zum nächsten Mal.
